Anakin - für mich!

Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Seit Stunden saß sie vor ihrem Bildschirm. Mal wieder. Zwei Uhr morgens durch, verkündete die Uhr. Oh nein... ihr Mann konnte das gar nicht ab. Und sie würde morgen wieder verdammt müde sein... Mal wieder. Und sie würde wieder einmal nicht die geringste Lust haben, ihre Hausarbeit zu erledigen. Zu dumm...

 

Sie beugte sich näher zum Bildschirm, um tief in die überraschend blauen Augen des schönen Mannes dort zu sehen. Es war auch ein Ton von grün in ihnen... eine pastellige Farbe, so insgesamt, dachte sie. Vor ihrem inneren Auge tauchte das Bild eines kleinen runden Sees auf, mitten in den Alpen. Einfach hineintauchen, sich von der kühlen Frische umgeben lassen... langsam wurde ihr schwindelig. Ihr Blickfeld verschwamm... dennoch, das breite Grinsen wich keinen Moment aus ihrem Gesicht.

 

Sie hatte den Eindruck, irgendwie in den Bildschirm gezogen zu werden... näher und näher zu dem Objekt ihrer Sehnsüchte... "Anakin - nein", flüsterte sie überrascht, ohne auch nur einen Moment den Blick von seinen berauschenden Augen lassen zu wollen. Sie hatte das Gefühl, sein Haar berühren zu können... wunderbar! Welch ein Erlebnis... und dann langsam ihre Arme um seine breiten Schultern zu legen. Das glatte schwarze Leder zu fühlen... sie hörte sich leise aufstöhnen und beschloß, es zu ignorieren. "Anakin - ja...!" hauchte sie.

 

Konnte sie wirklich seine Wärme unter ihren Händen fühlen, und ihren Atem ganz nah an ihrem Gesicht?

 

"Du kommst mit mir", meinte sie seine leise tiefe Stimme zu hören. Whoooah... unglaublich erregend! Ein intensiver Schauer lief über ihren ganzen Körper. "Nein, du kommst mit mir", hörte sie sich hauchen. Dann küsste sie ihn auf seine wunderbaren Lippen...

 

Das nächste, was ihr bewusst war, war ein junger Mann in voller Jedi-Montur, der halb über sie gestürzt war - auf ihrem alten blauen Wohnzimmersofa. Seine Augen waren weit offen, er starrte sie geschockt an. "Was ist passiert? Wo bin ich?" Sie sah in sein verblüfftes Gesicht. Oooohh... er ist so schön! dachte sie. Die Farbe seiner Augen. Und die LIPPEN! Und seine Wangen... sie verdienten es regelrecht, sanft berührt zu werden... fast konnte sie den Duft seiner Haut einatmen...

 

"Äh.." sagte sie. "Mach dir keine Sorgen. Ist schon alles in Ordnung... ich weiß wirklich nicht, was passiert ist!" Sie lächelte ihn an, ohne die Hände von seinen Schultern zu nehmen. "Vergiss es einfach, Lieber..."

 

Dennoch sah er sich verdutzt um. "Oh", sagte er mit Blick auf die Regale. "Der Raum ist ja ein wenig voll, für seine Größe..." Sein Blick wanderte zu dem abgenutzten grünen Teppch. "Und du scheinst Kinder zu haben..." "Stimmt", sagte sie. "Sie schlafen."

 

Er sah sie wieder an, fragend, wobei er völlig vergaß, sich aus seiner unbequemen aber reizvollen Lage zu befreien. "Wo bin ich?" "Äh... Deutschland", sage sie. "Welcher Planet?" "Nun... Erde." Er überlegte. "Muß wohl ein Planet am äußersten Rand sein?" "Oh..", sagte sie. "Ist doch ganz egal..." Sie lächelte. "Willst du was trinken?"

 

Er nickte, immer noch ziemlich verblüfft. Sie verfluchte sich stumm für die Idee. "Dann musst du mich leider aufstehen lassen", sagte sie schließlich, nicht ohne schnell noch die Gelegenheit wahrgenommen zu haben, sanft über seinen Rücken zu streicheln und ihn noch näher zu sich heranzuziehen. Seine Augen waren ihren SEHR nah. Sie schauten so verdutzt, regelrecht kindlich. Ooooh... ich liebe ihn, ich könnte sterben...", dachte sie, verdrehte die Augen gen Zimmerdecke.

 

Er erkannte, was er tun sollte und ließ sie aufstehen. Sie flitzte in die Küche, fragte sich hektisch, was sie ihm anbieten sollte. Milch? Apfelsaft? Den sauren Apfelwein? Weizenbier? O Gott... und was, wenn sie zurückkam und er nicht mehr da war? Sie ergriff die Bierflasche und stürmte zurück ins Wohnzimmer. Da saß er an ihrem Computer, offenbar fasziniert. Sie spürte, wie sie tief errötete und ging zu ihm, um zu sehen was er sich ansah. "Süßes für's Auge"? "Hayden als Anakin - die besten Bilder"? Hoffentlich nicht gerade die "Anonymen Hayden'oholiker", dachte sie verzweifelt.

 

Sie hatte Glück, er sah sich ein Bild von sich zusammen mit George Lucas und Ian McDiarmid an. "Wer sind sie?" murmelte er vor sich hin. "Mein Haar ist da so kurz, steht mir irgendwie nicht... zu locker und verspielt, denke ich... und wieso steht da 'Hayden Christensen'?" Er starrte weiterhin auf den Bildschirm, einen neugierigen und verblüfften Ausdruck auf seinem hübschen jungen Gesicht. Sie musste sich hart zusammenreißen, nicht zu kichern vor Nervosität - und Amüsement.

 

"Oh... ignorier's doch einfach, Anakin", sagte sie locker. Oh wie sie es genoß, ihn mit seinem Namen anzusprechen!

 

"Das sind doch nur Bilder... hier, dein Bier!" Sie gab ihm die Flasche. "Äh... magst du Bier?" Er sah sich die Flasche genauer an. "Weiß nicht. Was ist es? Und du musst sie wohl irgendwie öffnen, stimmts?" Sie errötete erneut und rannte in die Küche. Griff noch eine Bierflasche, den Öffner und stürmte zurück. "Zeit ins Bett zu gehen!" hörte sie ihren Mann und fuhr entsetzt zusammen. Guter Gott, lass ihn einschlafen...

 

Einige Bierflaschen später schien er sich neben ihr auf dem Sofa recht wohlzufühlen. Der Computer war längst aus. "Nun, das nenne ich aggressive Verhandlungen...", sagte er und lachte. Sie hatte die ganze Zeit fasziniert in sein lebhaftes Gesicht geblickt. Er hielt inne. Sein Blick ging in die Ferne. "Ich habe etwas vergessen..." sagte er langsam. "Ich habe jemand... Wichtiges.. vergessen..."

 

"Oh", sagte sie schnell, "ist schon in Ordnung. Du bist ja jetzt hier. Ich weiß auch nicht mehr! Bitte... entspann dich einfach." Sie legte einen Arm um ihn und zog ihn näher zu sich heran. Seine schwarze Lederkluft war einfach hinreißend... der Mann darunter war hinreißend! Sie musste ihn vom Nachdenken abhalten...

 

Sie berührte sein glänzendes lockiges Haar - stöhnte leise - und begann wieder, ihn zu küssen. Nach kurzem Zögern erwiderte er den Kuß, reagierte immer leidenschaftlicher. Ohh - er mag mich!" dachte sie glücklich und umarmte ihn hingebungsvoll. Gut, dass ich in letzter Zeit etwas mehr auf mein Aussehen geachtet habe... und gut, dass ich heute morgen meine Haare gewaschen habe! So sieht die Frisur einfach besser aus...!

 

Ihre Sicht verschwamm; sie gab sich Mühe, regelmäßig zu atmen, ihre Wangen glühten vor Hitze... "ANAKIN!" jubilierte sie innerlich. Wie lange habe ich auf diesen Moment gewartet! Ihre ganze Welt explodierte in purer Ecstase... Großer Gott - was ein Mann! war der letzte Gedanke, an den sie sich erinnerte.

 

 

 

 

"Wieso hast du auf dem Sofa geschlafen?" hörte sie ihren Mann am nächsten Morgen fragen. "Und schon den Computer an? Oder hast du ganz vergessen, ihn auszuschalten?"

 

Müde und etwas unangenehm überrascht kam sie hoch und sah ihn an. Kein Anakin auf dem Sofa. Natürlich. Und kein Anakin im Badezimmer. Oder auf dem Balkon. Sicherlich...

 

"Ohh... naja... ich erinnere mich noch, dass ich was Interessantes am Lesen war... ich muss wohl eingeschlafen sein", murmelte sie.

 

UND KOMMENDE NACHT VERSUCHE ICH ES WIEDER!! dachte sie begeistert. 


ENDE