Gedanken eines Jägers




Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Coruscant. Eine Stadt, die nie zu schlafen schien. Eine Stadt, die kein Anfang und kein Ende hatte. Die Stadt war der Planet – der Planet war die Stadt.

 

Geraume Zeit hatte er schon zugesehen, wie die Kopfgeldjägerin von den beiden Jedi verfolgt wurde. Dies hieß, dass sie abermals ihren Job vermasselt hatte. Die Senatorin lebte noch, und nun waren die beiden Jedi hinter ihr her.

 

Am Anfang hatte es noch gut ausgesehen, als sie mit ihrem Speeder die Jedi halbwegs abschütteln konnte, aber dann war der Jüngere plötzlich auf ihrem Speeder gelandet und hatte die Armaturen in Brand gesteckt, so dass sie irgendwo landen und zu Fuß flüchten musste.

Jetzt waren alle drei in der Bar, und er saß auf einem der hohen Gebäude in der Nähe und behielt alles im Auge. Wenn alles gut gehen würde, würde die Kopfgeldjägerin die beiden Jedi besiegen und mit heiler Haut davon kommen, aber bislang gab es nur sehr wenige Jäger, die dies geschafft hatten.

 

Er hielt viel von Zam und ihren Fähigkeiten und von ihrer Art. In einem anderen Leben hätten sie vielleicht näher zueinander gefunden, aber beide hatten sich für das Jagen entschieden und mussten mit dem Risiko rechnen.

Vielleicht hätte er auch mehr Geld von den Klonern verlangen können und hätte sich damit zur Ruhe setzten können. Dann hätte er sich nur noch um die Ausbildung seines Sohnes gekümmert und Zam gebeten, ihm dabei zu helfen. Schon oft hatten sie sich zusammengetan, und er hasste sich jetzt selbst für das, was er vorhatte.

 

Da! Sie kamen aus der Bar. Sie schien verletzt zu sein und beim genaueren Hinsehen fehlte ihr ein Arm. Ihr Schussarm. Eines musste er den Jedi lassen: sie waren perfekte Krieger, die nichts dem Zufall überließen.

 

Mit geübtem Blick zielte er auf sie und schüttelte den Kopf. So hätte es nicht kommen dürfen. Er hätte diese Arbeit allein geschafft, und Zam würde jetzt nicht in dieser Situation sein.

 

Er sah, dass der jüngere Jedi sich über sie beugte und wahrscheinlich dazu zwang, etwas zu sagen.

 

Er richtete sich auf, zielte auf die Jägerin und drückte ab.

 

Jango sah, dass er getroffen hatte und wie die Jedi den Giftpfeil ansahen. Schnell aktivierte er seinen Jetpack und floh.

Die Jedi sahen ihn zwar, aber so schnell konnte ihn auch ein Jedi nicht erkennen.

 

Seine letzten Gedanken, bevor er sein Schiff erreicht, galten Zam, Boba, ihm und dem Leben, das sie hätten führen können.



ENDE