Das Schlachtfeld



Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Er amtete immer noch schwer, und so hatten die Strapazen nicht nur seelische Auswirkungen auf ihn sondern machten sich auch an seinem Körper klar bemerkbar. Seine Muskeln schmerzten, seine Augen brannten, und Blut lief ihm aus der Nase und einigen Wunden, die er überall am Körper davongetragen hatte.

Und auch seine Robe war an einigen Stellen von einem feuchten Rot durchtränkt oder zerrissen. Malet Na Kal machte eigentlich nicht den Eindruck eines erfahrenden Jedi sondern eher eines ganz normalen sterblichen Wesens, das nicht verarbeiten konnte, womit es gerade konfrontiert war.

Was war seine Verbindung zur Macht denn jetzt schon wert? Was hatte sie ihm oder seinen Gefährten genützt, die tot auf dieser Ebene verteilt waren, die sich während der letzten Stunden in ein Schlachtfeld verwandelt hatte?

 

Dreizehn Jedi hatten auf der Welt Goreala ihr Leben verloren, obwohl der Feind eigentlich besiegt hatte werden können, wie die unzähligen zerstörten Droiden und die qualmenden Wracks ihrer Kriegsfahrzeuge doch deutlich zeigten.

Sie hatten diesen Kampf für die Republik gewonnen, für die Demokratie und die Freiheit, alles wofür die riesige galaktische Nation stand, die von den Separatisten und ihren Heeren bedrängt wurde.

 

Malet biss die Zähne zusammen vor Wut, ein Gefühl, dass ihm seit Anbeginn seiner Ausbildung nicht mehr überkommen hatte, und ein paar Tränen suchten ihren Weg über seine Wange, um schließlich zu Boden zu tropfen.

Der Jedi machte einen Schritt nach dem anderen. Vorbei an entstellten Körpern, die einst seine Freunde gewesen waren. Freunde, mit denen er zusammen die Macht erforscht hatte, mit denen er sich gemessen hatte lagen nun auf dieser zum größten Teil unbewohnten Welt verteilt, erschossen und dazu verdammt, hier zu verrotten.

Er sah sie an.

 

Sie hatten alle einer Bandbreite an Spezies angehört, wie Malet sie noch nie gesehen hatte. Menschen, Twi’lek, Bith, Nautolaner und andere lagen hier zusammen in ihrer letzten Ruhe.

 

Langsam kam Malet an einer der in weiß gerüsteten Leichen vorbei, und sein Gesicht verzog sich vor Hass. Auch wenn dies eine Erfahrung war, die er hatte vergessen wollen, war diese Hitze, die sie in ihm entfachte, ihm willkommen. Vielleicht hatte er sich unbewusst nach ihr gesehnt, doch auf jeden Fall brauchte er sie jetzt.

Er blickte auf den toten Klonkrieger herab, der von einem gezielten Streich eines Lichtschwerts niedergestreckt worden war, wie all die anderen, die das Feuer auf die Jedi eröffnet hatten.

„Wieso habt ihr das getan?“, flüsterte Malet leise und hob seinen Fuß, um ihn mit voller Wucht auf den Helm des Toten nieder rasen zu lassen.

Immer wieder trat er auf den geschützten Schädel des Klons ein, und langsam vergaß er sogar die Zeit.

Als er außer Atem war und aufhörte machte die Wut der blanken Verzweiflung und Trauer Platz. Er wusste, dass keiner seiner Freunde jemals wieder mit ihm seine Fertigkeiten trainieren würde. Sie würden ihm niemals wieder ein freundliches Wort sagen, außer in seinen schlimmsten Alpträumen, und dieses Qual jede Nacht, jedes Mal, wenn er die Augen schloss wollte sich Malet ersparen.

Er weinte noch immer, als er sein Lichtschwert mit der grünen Schneide aktivierte und es sich selbst in die Brust trieb.

Der Schmerz war nicht so heftig wie der junge Mann eigentlich gedacht hatte, und während sich seine Augen weiteten und leer wurden, kam der Boden seinem Gesicht immer näher.

Nach dem Aufschlag war er sofort tot.



Ende


Story Copyright: Infernus, 2007