Die Schwingen der Freiheit




Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Mace Windu hatte nur eine einzige Liebe, eine einzige Sehnsucht und ein einziges Hoffen : Freiheit. Demokratie.

Diese Freiheit hätte er wie jeder andere Jedi auch mit seinem Leben verteidigt. Doch niemals hätte er gedacht, dass es tatsächlich einmal soweit kommen könnte.

 

Das monotone Summen der Lichtschwerter war das einzige was er hörte, als er mit lauter und klarer Stimme zu dem Mann in dem schwarzen Ledersessel sagte:

"Ihr steht unter Arrest, Oberster Kanzler."

In Sekundenschnelle zog der Mann auf dem Sessel sein Lichtschwert und streifte die Person des harmlosen Kanzlers Palpatine ab, riss sie von sich herunter um den Jedis zu zeigen, was er wirklich war: der Sith.

 

Die zwei Jedi, die Mace Windu begleiteten, hatten keine Chance. Bald standen nur noch er und Kit Fisto dem Ungeheuer, dem personifizierten Bösen gegenüber.

 

Neben sich hörte er einen erstickten Laut, und registrierte fassungslos, dass sein langjähriger Freund tot war.

Erinnerungen zogen wie rasche Wolkenfetzen an Mace Windu vorbei.

 

Er und Kit Fisto in den Straßen von Coruscant, als junge Padawane.

Im Rat, zusammen mit den anderen Jedis.

Im Raumschiff auf einer wichtigen Mission.

Als sie sich das erste mal sahen, im Übungsraum:

er, der braunhäutige Junge und der Außerirdische mit der grünen Haut.

 

Damals hatten sie ihre Freundschaft besiegelt, mit Spucke und ernst geführten Kindergesprächen.

Wie Brüder waren sie gewesen und bald sprach man damals nur noch von den beiden Unzertrennlichen.

Später, als sie auf eigenen Missionen unterwegs waren,

sahen sie sich noch manchmal und ihre Freundschaft blieb stets herzlich.

 

Und jetzt war Kit Fisto tot.

 

Obwohl Mace Windu Trauer darüber empfand, verschloss er sie in sich und kein Zug seines braunen, wie aus Stein gemeißelten Gesichtes veränderte sich.

 

Das schien den Sith zu erstaunen, denn er war für einen winzigen Augenblick lang unaufmerksam. Diesen Augenblick nutzte Mace Windu und mit wilder, aber kühler Eleganz hob er sein Lichtschwert und drängte den Sith zum Fenster zurück. Durch eine weitere Handbewegung entwaffnete er ihn und das rote Lichtschwert flog nutzlos in eine Ecke. Mit einem weiteren Schlag, dem der Sith aber geschickt auswich, zertrümmerte Mace Windu die Fensterscheibe.

 

Draußen meinte er eine weiße Möwe fliegen zu sehen, doch das war sicher Einbildung.

 

Auf Coruscant gab es keine Vögel.

 

Der Sith begann Blitze zu schleudern, die Mace Windu aber geschickt mit seinem Lichtschwert abfing. Er war nicht mehr ein Jedi mit einem Lichtschwert, sondern er und das Lichtschwert waren eins.

 

Eine einzige Macht, die sich gegen den Sith wandte.

 

Skywalker trat ein.

 

Er war verwirrt, das konnte Mace Windu deutlich über die Macht spüren. Der Sith, dessen Gesichtszüge sich mehr und mehr verformten, begann zu klagen und zu jammern.

 

"Anakin... was immer er sagt, glaube ihm nicht!", stieß Mace Windu unter Mühe hervor.

Plötzlich sah er, wie Anakin das Lichtschwert hob.

Zustieß.

 

Schmerzen rasten durch Mace Windus Körper.

 

Er hörte sich selbst schreien und beobachtete seinen Körper seltsam unbeteiligt von oben. Es war, als sehe er alles wie durch eine Glasscheibe.

 

Dann setzten wieder heftige Schmerzen ein .

 

Mit einem Ruck wurde er in seinen Körper zurückkatapultiert.

 

Er fiel. Stürzte in die Tiefe . Aber er empfand nichts dabei.

Keine Angst vor seinem sicheren Tod, doch er hatte Angst um seine einzige, wahre Liebe.

 

Die Freiheit.

 

Der Schmerz war noch da, aber er bemerkte ihn nicht mehr.

Er wusste, dass es Zeit wurde für ihn zu gehen.

Das letzte, was er sah, war die weiße Möwe, die über seinem Kopf schwebte.

 

In ihrem Schrei vernahm er deutlich die Worte :

 

"Es lebe die Freiheit!"

 

Mace Windu lächelte.

Es war gut. Solange es Hoffnung gab, gab es noch die Freiheit.

 

Und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen schloss er die Augen.


ENDE