Neuanfang auf Alderaan




Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





1

 

 

Es war ein schöner Sommertag auf dem kleinen Planeten Alderaan. Der Schnee auf den Berggipfeln glitzerte unter der Sonne, und wilde Thrantas flogen am Horizont. Es war ein Bild der Ruhe und Zufriedenheit, und nichts und niemand konnte es zerstören. Oder etwa doch?

 

Breha sah über ihre Schulter und sah, dass ihr Vater, der Senator und König von Alderaan auf sie zukam. Sie seufzte und stand von ihrem kleinen Sitz auf, um ihren Vater zu begrüßen.

 

Aber er schüttelte den Kopf und bat sie, sich wieder hinzusetzten. Schließlich setzte er sich neben sie und nahm ihre Hand.

„Heute ist also der große Tag“, sagte er. „Meine kleine Tochter tritt in meine Fußstapfen.“

 

Breha lächelte leicht und sah Bail Antilles in die Augen. „Egal was passiert, Vater. Ich werde immer deine kleine Tochter bleiben.“

 

Bail nickte ernst. Es gab noch etwas, was ihn sehr bedrückte.

„Als neue Königin von Alderaan und Frau von Bail Organa wird viel von dir erwartet“, erklärte er. „Und die Galaxis befindet sich momentan in einem Umschwung. Der neue Kanzler Palpatine wird wohl viel verändern.“

 

„Wenn du dir deswegen Sorgen machst, sollte ich dir sagen, dass Bail sich bereit erklärt hat, als Senator Alderaan im Senat zu vertreten.“

 

Vor Freude, dass seine Tochter einen Mann gefunden hatte, der sie bei ihrer Arbeit als Königin unterstützte, lächelte Bail und küsste sie sanft auf die Stirn. „Dann kann ich ja beruhigt in den Ruhestand gehen. Aber ich habe noch ein kleines Geschenk für dich und deinen neuen Mann.“

 

Breha sah auf. Sie hatte immer gedacht, die heutige Hochzeitsfeier war schon das Geschenk. Was war es denn noch?

 

„Streng genommen ist es ein Geschenk von Raymus und mir“, erklärte er auf ihren fragenden Blick. „Aber ihr bekommt es erst nach der Hochzeit.“

Bail stand auf und sah zwei Dienerinnen auf den Balkon kommen. Sein Lächeln wurde noch weicher, als Breha ebenfalls aufstand und den beiden Frauen in das Ankleidezimmer folgte, um ihr Hochzeitskleid anzuziehen. Ja, sein kleines Mädchen wurde erwachsen und würde bald eine sehr gute Königin sein.

Allein blieb er auf dem Balkon zurück und sah in die Ferne. Irgendwo dort draußen wartete ein kleines Haus auf ihn und seinen Ruhestand. Natürlich würde er nicht sofort dorthin ziehen, sondern erst seiner Tochter in ihrer Anfangszeit als Königin mit Rat und Tat zur Seite stehen uns erst hinterher den Palast verlassen.

 

 

 

 

 

Aufgeregt stand Bail Organa bereits am Altar und wippte auf und ab, um nicht irgendetwas Blödes anzustellen. Als angehender Senator sollte er sich Ruhe angewöhnen, aber dies war der Tag seiner Hochzeit, und da war es erlaubt, nervös zu sein. Die Tatsache, dass ganz Alderaan zur Hochzeit erschienen war machte ihn nur noch nervöser; von den ganzen Holo-Kameras ganz abgesehen.

 

Bail Antilles kam kurz auf ihn zu und legte eine Hand auf seine Schulter.

„Ganz ruhig, Bail“, meinte er leise. „Es wird gleich losgehen. Sie warten hinten nur noch auf mich.“ Und schon machte er sich auf den Weg nach hinten, wo Breha und ihre Brautjungfer ebenfalls auf den Beginn der Zeremonie warteten.

 

Und endlich. Nach weniger als fünf Minuten, die Bail wie eine Ewigkeit vorkamen, ertönte die traditionelle Musik und schon bald kam Breha, geführt von ihrem Vater, herein. In Bail Organas Augen hatte sie nie schöner ausgesehen. Sie trug das alte Kleid, welches ihre Mutter ebenfalls zur Hochzeit getragen hatte, und strahlte über das ganze Gesicht. Es war schade, dass ihre Mutter diesen Tag nicht mehr miterleben konnte, aber er war sich sicher, dass sie, egal wo sie war, ein Auge auf ihre Tochter hatte.

 

Als Breha neben ihm stand und zu ihm aufsah, klopfte sein Herz so stark, dass es drohte, ihm aus der Brust zu springen.

 

 

 

 

 

Die Hochzeit war vorbei. Aus Breha Antilles war nun Breha Organa geworden, Frau von Bail Organa und jetzige Königin von Alderaan. Das glückliche Brautpaar stand zusammen mit einigen Familienangehörigen auf dem großen Balkon des Palastes und winkte dem Volk und den Holo-Kameras zu. Dieser Tag würde in die Geschichte eingehen, und bald würde jede Familie in der Galaxis diesen Moment zu sehen bekommen.

 

Als sich der Trubel etwas gelegt hatte, trat Bail Antilles hinter das Brautpaar und legte jeden eine Hand auf die Schulter.

„Breha wird sicher gemerkt haben, dass jemand Bestimmtes fehlt“, meinte er lächelnd und sah seine Tochter an. „Aber er musste noch etwas wichtiges erledigen.“

 

Wie aufs Stichwort erhob sich neben dem Palast eine Corellianische Corvette und setzte zu einem kleinen Paradeflug an.

 

„Das ist die Tantive IV“, erklärte Bail weiter. „Unter dem Kommando von Captain Raymus Antilles.“

 

Das Brautpaar sah den ehemaligen Regenten von Alderaan an.

 

„Raymus’ und mein Hochzeitsgeschenk an euch. Auf dass es euch gute Dienste leisten wird!“

 

 

 

 

 

2

 

 

Es herrschte krieg in der Galaxis. Planeten der Republik spalteten sich ab und folgten den Separatisten. Kanzler Palpatine hatte noch immer seine Sondervollmacht, die ihm der Senat verliehen hatte und versuchte weiterhin alles, um die Republik zusammen zuhalten.

 

Aber dies alles wollte der Senator von Alderaan für ein paar Tage hinter sich lassen. Bail Organa stand im Konferenzraum an Bord der Tantive IV und überlegte, ob es wirklich so eine gute Idee gewesen war, Sheltay Retrac, seine Adjutantin, allein auf Coruscant zurück zulassen. Coruscant war schon einmal von der Armee der Separatisten angegriffen worden, und die Möglichkeit eines zweiten Angriffes bestand weiterhin. Bail beruhigte sich mit dem Gedanken, dass er nur zwei Tage von Coruscant weg sein würde.

 

„Senator. Wir haben bald Alderaan erreicht“, sagte eine Stimme hinter ihm.

 

Lächelnd drehte er sich um und schüttelte den Kopf. „Raymus, wie oft muss ich dir sagen, dass du mich ruhig Bail nennen kannst, wenn wir privat unterwegs sind?“

 

Raymus war der jüngere Bruder von Bails Frau Breha und der Captain der Tantive IV.

„Du weißt, dass es mir lieber ist, dich Senator zu nennen“, entgegnete Raymus. „Kannst du dir vorstellen, was etwaige Senatoren von dir halten, wenn ich dich ausersehen mit Bail anspreche, wenn du hier eine Sitzung hast?“

 

„Mach dir mal darüber keine Sorgen. Die einzigen Senatoren, die jemals hier sind, werden dass sehr gut verstehen.“

 

Raymus grinste. „Sie sind unverbesserlich, Senator.“

 

Sein Schwager nickte grinsend.

 

 

 

 

 

„Wie ist die Stimmung im Senat?“, fragte Breha.

Die Tantive IV war noch keine 5 Minuten gelandet, und schon fragte sie ihn danach. Als Königin von Alderaan machte sie sich nicht nur Sorgen um ihr Volk, sondern auch um andere Völker.

 

Bail musste daran denken, wie es wäre, wenn sie ihr Wissen und ihre Leidenschaft an ihre Nachkommen geben würde. Aber dies würde wohl immer nur ein Traum sein, denn sie würden nie leibliche Kinder bekommen können.

„Die Senat ist leicht gespalten“, erklärte er. „Einige Senatoren sind der Meinung, dass die Verhandlungen wieder aufgenommen werden sollten.“

 

Breha nickte. „Kämpfe richten nur Leid und Verwüstung an.“

Wie immer schien sie zu wissen, wie ihr Mann darüber dachte und sprach das aus, was er sagen wollte.

 

„Wir wollen demnächst den Kanzler darum bitten“, erklärte er.

 

„Sei vorsichtig“, warnte sie ihn. „Ich vertraue ihm nicht mehr.“

 

Bail nickte. „Ich weiß.“

 

Minutenlang gingen sie schweigend nebeneinander her und gingen ihren Gedanken nach. Plötzlich blieb Breha stehen und drehte Bail zu sich.

„Dich bedrückt noch etwas anderes.“

 

Kurz sah er zu Boden und nickte schließlich. „Ich habe viel über Adoptionen nachgedacht. Durch den Krieg sind viele Kinder ohne Eltern und...“

 

„...da hast du dich gefragt, ob dies nicht ein Weg wäre, Kinder zu haben“, schloss Breha. „Ich habe in den letzten Wochen, als ich Berichte über den Krieg gelesen habe, auch darüber nachgedacht. Aber wir sollten abwarten, wie sich der Krieg entwickelt. Wenn er auch Alderaan heimsucht, haben wir keine Möglichkeiten uns zu verteidigen.“

 

Bail nickte abermals. Die Bevölkerung von Alderaan hatte sich dazu entschlossen, Alderaan zu entwaffnen und ein Schiff, welches alle Arten von Waffen an Bord hatte, auf eine lange Reise durch den Hyperraum zu schicken. Für den Notfall war das Schiff mit einem Sender ausgestattet, welches der Königin erlaubte, es im Notfall zurückzubeordern. Bail war immer gegen diese Maßnahme gewesen, aber selbst er hatte die Stimme des Volkes nicht übertreffen können. Er war nur dafür zuständig, ihre Stimme nach außen zu tragen und die Meinung im Senat zu vertreten.

„Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei“, murmelte er und setzte sich auf eine kleine Bank. „Irgendetwas sagt mir, dass es noch schlimm enden wird.“

 

Besorgt setzte seine Frau sich neben ihn. „Verschweigst du mir etwas?“

 

Er schüttelte den Kopf. „Ich mache mir nur Sorgen, um einige Senatoren. Mon Mothma hat es wohl richtig erkannt, als sie letztens zu mir meinte, dass der Kanzler ganz andere Ziele hat als den Krieg zu beenden.“

 

„Das grenzt fast an Hochverrat. Ich hoffe, ihr seid euch darüber im Klaren“, meinte Breha. „Ich bin zwar ganz deiner und Mon Mothmas Meinung, aber sprecht es nicht laut aus. Wendet auch an Senatorin Amidala. Sie kennt den Kanzler besser als ihr. Sie könnte euch vielleicht helfen.“

 

„Ich hoffe, du hast Recht.“

 

 

 

 

 

3

 

Vorsichtig legte er das kleine Bündel in die Arme seiner Frau, die ihn überglücklich ansah. Endlich hatten sie, worauf sie so lange gehofft hatten.

„Das Kind wird stark in der Macht sein“, meinte Bail. „Aber wir sollten ihr nicht sagen, was aus ihrem Vater geworden ist.“

 

„Aber wir müssen ihr sagen, dass wir nicht ihre leiblichen Eltern sind“, erwiderte Breha. „Das sind wir Senatorin Amidala schuldig.“

 

„Natürlich werden wir es ihr sagen, wenn sie alt genug dafür ist.“ Lächelnd sah er auf das Mädchen herab und kitzelte sie an der Nase.

 

Freudig quietschte Leia auf und schnappte direkt nach seinem Finger.

 

„Sie wird vielleicht eines Tages die Rebellion gegen das Galaktische Imperium anführen.“

 

„Sie ist kaum ein Tag alt, und du willst sie schon in eine solch große Sache mit einbeziehen?“

 

Bail nickte. „Sobald herauskommt, dass einige Senatoren heimlich eine Rebellion planen, sind wir nicht mehr sicher und müssen untertauchen. Auch wenn es 20 Jahre dauern mag, Leia sollte in dem Wissen aufwachsen, dass sie eine bessere Zukunft haben wird.“

 

„Und was ist, wenn die Jedi sie abholen, um sie zu trainieren?“, fragte Breha besorgt.

 

„Meister Yoda und Meister Kenobi sind ins Exil gegangen. Wo, werde ich dir nicht verraten können – dieses Wissen wäre zu gefährlich für dich – aber sei unbesorgt. Leia wird uns so schnell nicht weggenommen.“

 

Immer noch besorgt sah die Königin von Alderaan auf ihre neue Tochter. „Was wird aus den Droiden, die du ihr schenken willst?“

 

„Der 3PO-Einheit wird der Gedächtnisspeicher gelöscht, und die R2-Einheit ist so modifiziert, dass sie nichts verraten wird. Eines Tages wird sie vielleicht das Geheimnis entdecken, aber dann werden wir bei ihr sein und ihre Fragen beantworten können.“

 

Als Leia eingeschlafen war, schwiegen beide und sahen das kleine Baby an. Noch ahnte sie nichts von den schwierigen Zeiten, die bald auf sie zukommen würden.

 

Vorsichtig stand Breha auf und ging mit der schlafenden Leia in den Palast und ließ ihren Mann allein auf den Balkon.

 

Obwohl er nicht daran denken wollte, musste er bald wieder zurück nach Coruscant, um nicht in den Verdacht zu fallen, ein Verräter zu sein. Jetzt musste jeder der Senatoren darauf achten, was sie taten, sagten und wohin sie gingen. Jede verdächtige Action konnte zum Tode führen oder gar Schlimmeres.

 

 

 

 

 

20 Jahre später:

 

„Ich werde dich auf eine sehr wichtige Mission schicken, Leia.“

 

Leia drehte sich um und sah ihrem Adoptivvater in die Augen.

 

Sein Haar war nun vollkommen ergraut, und die vielen Jahre, die er als Senator hinter sich hatte, hatten den Ausdruck in seinen Augen verhärten lassen.

 

Mit einer einladenden Geste wies Leia auf die Kante ihres Bettes und setzte sich ebenfalls wieder hin.

 

„Ich habe Captain Antilles bereits die Koordinaten gegeben, wo ihr euch mit einem Informanten treffen werdet. Die Daten, die er dir geben wird sind äußerst wichtig für das Überleben der Rebellion.“

 

„Um was genau geht es?“

 

Bail sah sie an. „Um die Konstruktionspläne des Todessterns. Wenn wir Glück haben, entdecken wir vielleicht eine Schwachstelle und können diese Maschine vernichten.“

 

Die junge Frau nicke. „Weiß Mutter, dass du mich auf diese Mission schickst?“

 

„Na ja... also... nicht ganz. Aber sie weiß, dass du mit der Tantive IV fliegen wirst“, erklärte er. „Aber ich werde es ihr sagen, wenn du unterwegs bist.“

 

„Was ist, wenn das Imperium bereits informiert wurde? Es könnte eine Falle sein“, gab Leia zu bedenken.

 

„Ich habe dich nicht umsonst in Waffenkunde ausbilden lassen. Alderaan mag zwar keine eigene Armee haben, aber wir müssen uns trotzdem wehren können. Zur Not wirst du nach Tatooine fliegen und Kontakt zu einem gewissen Obi-Wan Kenobi aufnehmen. Er war in den Klonkriegen ein General und weiß, was zu tun ist. Ich vertraue ihm.“

 

Leia nickte. „Ich werde mich sofort auf den Weg machen.“

 

Schnell stand sie auf und wollte den Raum verlassen, als Bail sie festhielt und ihr einen Kuss auf die Wange drückte. „Wenn du wieder hier bist, werden wir uns mal unterhalten müssen.“

 

Seine Tochter nickte. „Über die Rebellion?“

 

Bail nickte. „So ähnlich.“

Dann ließ er Leia gehen.

 

 

 

 

 

4

 

Alderaan

 

„Leia wird es schon schaffen“, versicherte Bail seiner Frau zum x-ten Male. „Das Imperium wird nicht so dumm sein, einen diplomatischen Kreuzer anzugreifen.“

 

Breha seufzte. „Ich hoffe nur, dass du Recht hast. Aber vergiss nicht, dass es Palpatine war, der vor wenigen Stunden den Senat aufgelöst hat.“

 

„Sein erster Schritt ins Verderben“, meinte Bail. „Sobald die Bevölkerung einzelner Planeten mehr von seiner Terrorherrschaft abbekommt, desto mehr Bürgerkriege wird dies auslösen.“

 

Breha schüttelte den Kopf. „Die Leute würden nur noch mehr Angst bekommen und sich weiterhin unterwerfen. Wir haben es doch schon erlebt, wie er gegen die Jedi vorgegangen ist. Die Bevölkerung einzelner Planeten ist ihm doch dann auch egal. Besonders die Nicht-Menschen.“

 

Bevor Bail noch etwas erwidern konnte, kam Raymus in den Raum gestürzt und sah sie besorgt an.

 

Seine Schwester stand sofort auf und ging auf ihn zu. „Was ist los, Raymus?“

 

„Der Todesstern ist aus dem Hyperraum gesprungen“, erklärte er. „Noch haben sie keinen Versuch unternommen, uns zu kontaktieren.“

 

Jetzt stand auch Bail auf und schüttelte den Kopf. „Sie werden wohl nur eine neue Route berechnen und wieder verschwinden.“

 

Doch sein Schwager schüttelte den Kopf. „Wir haben bisher keinen Kontakt zur Tantive IV aufnehmen können. Es ist wohl besser, wenn wir evakuieren.“

 

„Ist es wirklich so ernst?“, fragte Breha. „Wir werden keine Zeit haben, um den ganzen Planeten zu evakuieren.“

 

 

 

 

 

Todesstern

 

„Dantooine“, sagte Leia leise. „Wir sind auf Dantooine.“

 

Tarkin grinste selbstgefällig und sah Vader an, der hinter der Prinzessin stand. „Da sehen Sie es, Lord Vader, sie kann ganz vernünftig sein.“

Dann drehte er sich zu einem der Unteroffiziere und fügte hinzu: „Die Operation wird fortgesetzt. Feuern sie, wenn alles bereit ist!“

 

Entsetzt blickte Leia auf und ging einen Schritt auf Tarkin zu, wurde aber von Vader festgehalten.

„Was!?“, rief sie ungläubig aus und sah den Groß-Mufti an.

 

„Sie sind zu vertrauensselig“, meinte er nur, „Dantooine ist zu weit weg für eine wirkungsvolle Demonstration. Aber keine Sorge, wir werden uns ihre rebellischen Freunde früh genug annehmen.“

 

Schweigend vor Entsetzen sah Leia aus dem Blickfenster auf ihren Heimatplaneten. Ihre Gedanken waren bei ihrer Familie und Freunden, die sie nie wieder sehen können würde, wenn der Todesstern seine Machtdemonstration durchgeführt hatte.

Plötzlich sah sie nur noch den grünen Laserstrahl, der auf Alderaan traf und die Explosion ihrer Heimat.

„Nein!“

 

 

 

 

 

Alderaan

 

Bail trat an seine Frau heran und nahm sie in den Arm. „Vergib mir. Ich habe nicht nur unsere Tochter in den Tod geschickt sondern auch unseren Planeten.“

 

Langsam erwiderte Breha seine Umarmung und drückte ihn an sich. „Du hast nur das getan, was getan werden musste. Wenn Leia es geschafft hat, General Kenobi eine Nachricht zu übermitteln, wird die Rebellion weiter leben. Vergiss nicht, dass Mon Mothma niemals aufgeben wird.“

 

Raymus stand am Fenster und sah in die Ferne. Plötzlich drehte er sich zu Bail und Breha um und salutierte.

„Es war mir eine Ehre“, meinte er nur und wandte sich wieder dem Fenster zu.

 

Als der Laser Alderaan schließlich erreicht hatte und der Planet explodierte, merkte nur ein Außenstehender sofort, was geschehen war.

 

 

 

 

 




Obi-Wan Kenobi bemerkte das riesige Unglück an Bord des Millennium-Falkens und brach fast zusammen. Er wusste nicht genau, dass es sich um Alderaan handelte, aber er wusste, dass er zu spät kam.

ENDE