Wenn der Kreis sich schließt




Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Obi-Wan betrat sein Zimmer und lies sich auf sein Bett fallen. Es war eine lange Nacht gewesen. Trotzdem war ihm nicht nach schlafen zu mute.

„Ihr wart lange weg.“, stellte eine leise Stimme in Richtung Tür fest. Obi-Wan setzte sich wieder auf. Der kleine Anakin Skywalker stand in der Tür.

„Ich... war spazieren.“.

Der Junge nickte nur, rührte sich jedoch nicht vom Fleck.

„Das Kontrollschiff zu zerstören, war eine große Leistung.“, sagte Obi-Wan, nur um die Stille zu durchbrechen.

„Ach, das... das war doch nichts.“, wehrte Anakin das Kompliment sichtlich erfreut ab.

Wieder Stille.

„Denkt Ihr, Meister Qui-Gon wäre stolz auf mich?“.

Der Jedi betrachtete das Kind genauer. Es war das erste Mal seit vielen Stunden, dass er jemanden genauer ansah. Anakin war blass und Obi-Wan sah Spuren von Tränen auf seinen Wangen. Wie hatte er nur so blind sein können? Er war von seiner eigenen Trauer so in Anspruch genommen worden, dass er an den Jungen gar nicht mehr gedacht hatte. Wie musste es ihm jetzt wohl gehen? Er hatte nicht nur einen geliebten Menschen verloren, er blickte auch in eine ungewisse Zukunft. Er hatte seine Mutter verlassen um mit Qui-Gon zu gehen. Doch Qui-Gon war tot. Die Königin brachte ihm zwar echte Zuneigung entgegen, doch auch auf Naboo konnte der Junge nicht bleiben. Und ob der Jedi-Rat ihn in den Orden eintreten lassen würde, war auch fraglich. Er war allein. Nein. Nicht ganz allein. Aber davon wusste der Junge ja nichts.

„Ja, ganz bestimmt.“, sagte Obi-Wan sanft. Und was jetzt? Wie sollte er weiter vorgehen? Der Umgang mit anderen Lebewesen war noch nie Obi-Wans Stärke gewesen. Stets hatte Qui-Gon das übernommen.

Der Junge nickte dankbar und drehte sich dann wieder zur Tür. „Gute Nacht“.

Schnell, lass ihn nicht so weg gehen.

„Kannst du nicht schlafen?“.

Anakin drehte sich überrascht um.

„Nein.“.

„Vielleicht...“, Obi-Wan zögerte. Er dachte an Qui-Gon. Was hätte er getan? Dann rutschte er auf die andere Seite des Betts „Ich meine... vielleicht... in so einer Nacht... vielleicht möchtest du... nicht allein sein.“. Jetzt gab es kein Zurück mehr.

Der Junge zögerte.

Vielleicht war er zu alt dafür? Nein. Er wusste nur nicht, wie er reagieren sollte. Obi-Wan gab sich einen Ruck.

Ich... möchte heute nicht allein sein.“.

Ehe Obi-Wan es sich versah lag Anakin neben ihm unter der Decke und kuschelte sich eng an ihn.

Der junge Jedi war völlig überrumpelt.

„Gute Nacht.“, murmelte Anakin schon im Halbschlaf.

Der warme Körper an seiner Seite war seltsam tröstlich. Und nachdem er eine Weile den gleichmäßigen Atemzügen des Jungen gelauscht hatte, fühlte auch er die Müdigkeit in sich aufsteigen.

Kurz vor dem Einschlafen, flüsterte er sanft: „Ihr hattet Recht, Meister, er ist etwas Besonderes.“


ENDE