When you wish upon a Star

Teil 1 von 12


Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





1. Bis Zehn

Wenn man ein Kind auf einem Planeten des Outer Rim ist, lernt man Bescheidenheit. Wenn man auf einem Staubball wie Tatooine aufwächst, gewinnt das Wort „Bescheidenheit" eine gänzlich neue Bedeutung. Hier gab es nur eines in rauhen Mengen: Sand. Alles andere war rar und teuer. Wasser, Lebensmittel, ganz zu schweigen von Luxusgegenständen. Bescheidenheit war hier eine Religion und Philosophie… und eine Notwendigkeit.

Luke Skywalker war ein sehr bescheidener Junge.

Er bekam jedes Jahr nur ein Geschenk – an seinem Geburtstag. Den Imperiumstag selbst – der zufälligerweise auf den selben Tag fiel - feierte man hier draußen nicht… eine kleine, ebenfalls bescheidene Art des Protestes der hiesigen Bevölkerung. Auch darin hatte man gelernt, bescheiden zu sein… außerdem wurde man ohnehin nicht beachtet. Denn das glorreiche Imperium, weit weg, im Kern, schaute niemals nach Tatooine. Es gab zwar Stützpunkte mit Garnisonen hier, aber man hatte sich irgendwie arrangiert… die Hitze und der Sand waren große Gleichmacher zwischen Besatzern und Besetzten. Die Grenzen verwischten im Staub.

Luke lebte mit seinem Onkel und seiner Tante auf einer Feuchtfarm außerhalb von Anchorhead. Er besuchte dort eine der vom Imperium neu gegründeten Schulen – und war froh darüber, denn das lernen machte ihm Spaß und gab ihm Gelegenheit, vor der immer gleichen, eintönigen Arbeit auf der Farm zu fliehen. Und außerdem bot es ihm die Chance, irgendwann einmal von hier verschwinden zu können… auf einen anderen Planeten. Mit weniger Sand, mehr zu essen und besseren Kleidern. Und der Farbe Grün.

Grün kannte er nur aus Büchern und Holovids. Es war seine Lieblingsfarbe, die Farbe der Sehnsucht. Auf ganz Tatooine gab es nichts, das grün war. Er wünschte sich, einmal einen echten Baum zu sehen. Oder auch nur eine Blume. Aber er war ein vernünftiger und bescheidener Junge, wie man ihn erzogen hatte – und solche Wünsche führten zu nichts. Sie brachten keine Vorteile und keinen Ertrag, und deshalb verschwendete er nicht allzu viele Gedanken daran. Irgendwann einmal würde er von hier wegkommen… und dann würde er Bäume sehen. In Massen. Bis dahin mußte er sich eben gedulden.

Er hatte nicht viel, aber er brauchte auch nicht viel. Er hatte Kleidung – die zu groß gekauft wurde, damit er hineinwachsen konnte. Und bis sie ihm paßte, war sie zerschlissen und vielfach geflickt – aber das ging hier allen Kindern so, das war nichts Besonderes. Man hatte sich daran gewöhnt, und niemand hänselte einen deshalb. Sein Spielzeug bestand aus alten Droidenteilen, die er neu zusammenbaute und ihnen Funktionen entlockte, die zwar wenig Sinn machten, aber nicht nur seinen Onkel erstaunten… und beunruhigten. Luke wußte nie, warum er Ärger bekam, wenn er wieder einmal etwas präsentierte, das funktionierte, obwohl es nur aus Schrott bestand. Und seiner Tante fiel es zunehmend schwerer, ihren Mann zu beruhigen… obwohl Luke nichts Böses im Sinn hatte. Keine seiner Basteleien war auch nur annähernd gefährlich zu nennen, eher lustig. Und obwohl Luke dieses Können mit der Zeit auch nutzbringend ausweitete… auf die Evaporatoren, die Erntedroiden und den alten Gleiter der Lars'.

Seine Tante war es auch, die ihm seine Geschenke kaufte. Auch sie waren bescheiden, denn wie die meisten Farmer hatten die Lars' nicht viel, aber sie bemühte sich immer, ihm ein klein wenig Luxus zu gestatten – ein „sinnloses" Spielzeug, das nur ihm allein gehörte. Nichts großes, aber es war sein. Und meist waren es Modellbausätze von berühmten Schiffen. Er hatte bereits einen Frachter, einen Sternzerstörer, einen Jäger und ein Kopfgeldjägerschiff – aber sein Favorit war der T16-Skyhopper. Sie waren relativ häufig, sogar hier auf Tatooine, und irgendwann einmal – das hatte er sich fest vorgenommen – würde er sich einen echten kaufen. Nur so. Zum Spaß. Es mußte herrlich sein, damit durch den Beggars Canyon zu jagen und Wompratten zu schießen… Aber auch dies war ein Traum, der entschlossen ganz nach hinten verbannt wurde. Er war teuer, und er brachte nichts ein.

Luke hatte nur einen einzigen Wunsch, der sich hartnäckig immer wieder nach vorn drängte, der immer wieder an die Oberfläche stieg und um Aufmerksamkeit heischte. Zwar brachte auch er nichts ein, aber er war zumindest kostenlos. Der Haken daran war nur: er war auch unerfüllbar. So schien es wenigstens.

Luke wünschte sich, mehr als alles andere auf der Welt, seinen Vater kennenzulernen. Er wünschte es sich mehr als ein paar passende Hosen, eine Topfpflanze oder einen Skyhopper. Sogar mehr, als von dieser Welt wegzukommen. Er wollte nur einmal mit seinem Vater sprechen.

Aber jedesmal, wenn das Gespräch auf ihn kam, bekam Onkel Owen einen Wutanfall, und Tante Beru wurde traurig – und ängstlich. Das wenige, das er wußte, hatte sie ihm erzählt, leise, und heimlich, um den Wissensdurst eines Kindes zu stillen und seine Fragen ein wenig einzuebben.

Demnach war sein Vater ein Pilot auf einem Gewürzfrachter. Luke wußte nicht, was Gewürz war – für ihn war es etwas, das man ins Essen tat. Daß hier von einer Droge die Rede war, ahnte er nicht. Ein Pilot! Das allein hatte schon einen Klang… von Freiheit, von Abenteuer, von echtem LEBEN. Ganz gewiß würde er eines Tages zurückkommen, ihn holen und ihn mit sich nehmen, dort hinaus zwischen die Sterne… Doch die Jahre vergingen, und niemand kam.

Als Luke älter wurde, begann er, den Nachrichten zuzuhören. Er lernte, daß die Welt dort draußen rauh und gefährlich war. Es gab das Imperium, es gab die Hutts, es gab Schmuggler und andere Gefahren. Vielleicht lebte sein Vater ja gar nicht mehr. Aber das konnte ihm niemand sagen – und so beschloß Luke für sich, daß das einfach keine Option war. Sein Vater war noch am Leben, und eines Tages würde er kommen. Bestimmt.




2: Elf

An seinem elften Geburtstag bekam er einen weiteren Modellbausatz. Diesmal war es etwas Besonderes – ein nagelneues Schiff, ein TIE-Fighter des Imperiums, schwarz, elegant, gefährlich aussehend. Er war begeistert und machte sich sofort daran, ihn zusammenzubauen.

Und doch drängte wieder sein eigentlicher Herzenswunsch nach vorn, überlagerte die Freude über das Modell, die Freude über einen freien Tag aus Anlaß seines Geburtstages und die Extraration blaue Milch zum Abendessen. Er wollte seinen Vater.

Abends dann, als er im Bett lag, wurde der Wunsch so übermächtig, daß er beinahe schmerzte. Er sah hinauf zu den Sternen, die er von seinem Bett aus sehen konnte, und stellte sich vor, daß sein Vater irgendwo dort draußen zwischen ihnen reiste.

Vater, wo bist du?, dachte er inbrünstig, und seine Kinderseele schrie es regelrecht hinaus. Und ohne es zu wissen, trug die Macht, von der er noch nie gehört hatte, die aber in ihm erwacht war, diesen Schrei hinaus zu den Sternen.

An einer anderen Stelle der Galaxis, weit entfernt und dichter am Kern – um genau zu sein: auf dem Rückflug von den verhaßten Feierlichkeiten zum Imperiumstag auf Coruscant zu seinem derzeitigen Einsatzgebiet - hob Darth Vader den Kopf und… nun, manche würden sagen: er witterte. Eine Erschütterung in der Macht, ein… Ruf, der an seine Ohren gedrungen war. Ein Schrei, eher… von einem… Kind? Ein machtbegabtes Kind? Vader lauschte aufmerksam.

Eine Sternschnuppe fiel, und Luke seufzte, als er sie mit dem Blick verfolgte, bis sie verglühte. Bist du das, Vater? Ich würde dich so gerne kennenlernen…

Vaders Augen weiteten sich ungläubig. Ein machtbegabtes Kind! Und es erreichte ihn! Welche Kraft, welche Begabung in einem ungeübten Wesen… Er mußte es finden… für sich benutzen, bevor Palpatine Wind davon bekam.

Wer bist du, Kind?, antwortete er, bevor er sich selbst dessen bewußt war.

Vater? Innerhalb von Sekundenbruchteilen saß Luke aufrecht in seinem Bett. Vater, bist du es wirklich?

Vader war gegen seinen Willen berührt… und ein wenig amüsiert. Wer ist denn dein Vater, Kind? Und wer bist du?

Luke zögerte, schlagartig ernüchtert. Wer war das? Wenn es sein Vater wäre, würde der das doch wissen, oder? Wen hatte er hier erreicht – wer sprach da mit ihm? Ich bin Luke. Und ich bin kein Kind mehr, ich bin jetzt elf.

Vader fühlte ein unwillkommenes Schmunzeln leicht schmerzhaft auf seine vernarbten Züge treten, erinnerte ihn dieser Satz doch sehr an sich selbst. Elf ist ein besonderes Alter… die Doppeleins. Der erste Schritt auf dem Weg zum Erwachsenen.

Hier draußen wird man schneller erwachsen als anderswo., kam die altkluge Antwort. Das sagt man uns jedenfalls immer wieder. Bleibt uns nichts anderes übrig… Wir werden gebraucht, hier muß jede Hand anpacken.

Und wo ist ‚hier draußen', Luke?

Tatooine. Das liegt ganz weit draußen im Outer Rim, kaum einer kennt es…

Ich kenne es., kam die tonlose Antwort nach einer kleinen Pause. Luke konnte plötzlich spüren, daß der andere sich nicht gut fühlte.

Tatsächlich war Vader zumute, als hätte sich eine eiskalte Hand um sein Herz gekrampft. Tatooine! Konnte das ein Zufall sein? Oder steckte mehr dahinter?

Du kennst es?, echote Luke erstaunt, dann schob er nach: Dir geht es nicht gut. Was hast du?

Vaders Erstaunen nahm kein Ende. Es ist nichts… nichts, was dich kümmern müßte, Kind. Aber woher weißt du das?

Ich kann es fühlen., antwortete Luke schlicht. Komisch, nicht?

Nein, nicht komisch, Luke. Vader zögerte. Du kannst es fühlen, weil du eine besondere Begabung hast, über die nur wenige verfügen.

Eine Begabung? Aber die einzige Begabung, die ich habe, ist, daß ich Sachen reparieren kann. Das macht Spaß. Wenn es kaputt ist und ich es wieder zum laufen bringe…

Vader war plötzlich froh, daß er alleine war, denn der Wunsch, sich zu setzen, wurde plötzlich übermächtig. Und ein Sithlord mit einem Schwächeanfall war kein geeigneter Anblick für… wen auch immer. Für niemanden.

Du reparierst Dinge? Mit elf?

Schon lange. Die ersten Sachen hab ich repariert, da war ich… sieben? Naja, vielleicht auch acht. Aber mittlerweile kann ich sogar den Gleiter wieder zum Laufen bringen, und bei dem streikt sogar der Mechaniker in der Toshestation. Er sagt immer, das Ding hat nur noch Metallwert. Aber er läuft immer noch. Luke zögerte, dann fuhr er ein wenig bedrückt fort: Aber Onkel Owen wird immer böse, wenn ich das tue. Warum? Ist das schlimm, wenn man Sachen repariert? Ich meine, ich spare ihm doch Geld dadurch… und Geld haben wir nicht wirklich viel.

Onkel Owen., wiederholte Vader automatisch.

Ja, und Tante Beru. Sie sind meine einzigen Verwandten, weißt du?

Owen und Beru… Vaders Herz setzte einen Schlag aus. Owen Lars?

Du kennst ihn?

Vaders Kopf schmerzte bei diesem mentalen Schrei, und er stöhnte auf. Luke, der es hören und spüren konnte, entschuldigte sich sofort.

Tut mir leid…, sagte er kleinlaut. Vielleicht hättest du dir die Ohren zuhalten sollen…

Denk daran, deine Stimme ist in meinem Kopf, Luke. Die Ohren zuzuhalten hätte nichts gebracht, selbst wenn ich den Schrei erahnt hätte. …und wenn ich es könnte, fügte er in Gedanken hinzu.

Diese Art, sich zu unterhalten, ist wirklich lustig., sagte Luke begeistert. Dann erinnerte er sich. Aber du kennst Onkel Owen?

Ich kenne ihn, ja… flüchtig., sagte Vader vorsichtig. Und gelogen war das ja nicht, hatte er seinen Stiefbruder doch nur ein einziges Mal gesehen. Dann bist du also Luke Lars?

Aber nein., sagte Luke entrüstet. Ich sagte dir doch, ich bin sein Neffe. Ich bin Luke Skywalker.

Vader hatte schon vor einigen Sekunden seine Barrieren hochgefahren und war nun mehr als froh darum, denn so konnte er den Schrei verschleiern, der sich nun ihm entrang. NEIN! Ein Skywalker – und er war elf Jahre alt! Heute vor elf Jahren war Darth Vader geboren worden… heute vor elf Jahren war Padmé gestorben, und mit ihr ihr gemeinsames Kind. Oder doch nicht? Hatte das Kind überlebt? War Luke sein Sohn?

Er riß sich zusammen, versuchte, seine mentale Stimme ruhig zu bekommen. Und wer sind deine Eltern, Luke?

Trauer wallte ihm entgegen, und kindliche Verzweiflung. Meine Mutter starb bei meiner Geburt, sagt Tante Beru.

Und dein Vater?

Ich weiß nicht., flüsterte das Kind. Ein Pilot… auf einem Gewürzfrachter.

Ein Gewürzfrachter?, grollte Vader, so daß Luke erschrak.

Ist das… schlimm?

Vader rang um Beherrschung. Wieviel konnte er sagen? Wieviel durfte er sagen? Die Trauer des Kinds, seines Kinds, berührte ihn mehr, als er zugeben wollte. Es ist… nicht wahr.

Woher weißt du das? Mißtrauen schwang in der Stimme ebenso mit wie Hoffnung. Kennst du ihn denn?

Vader zögerte erneut. Ja… ja, ich kenne ihn.

Siehst du ihn oft? Kennst du ihn gut? Wie ist er so? Geht es ihm gut? Kommt er mich holen? Die Aufregung des Jungen vibrierte wie eine Geigensaite, ließ die Wellen der Macht pulsierend über Vader hinweglaufen und erschütterte seine gesamte Umgebung. Den Mächten sei Dank war der Teich, in den diese Steine geworfen wurden, auf sie beide begrenzt. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn der Imperator davon Wind bekäme!

Ich sehe ihn nur selten., sagte er leise. Jedesmal dann, wenn ich mich überwinden kann, in einen Spiegel zu sehen. Alle paar Monate. Und ich denke, man kann sagen, daß es ihm gut geht, ja… Wenn man einmal die Schmerzen ignorierte, die der Anzug beständig verursachte, und den scharfen Biß der Säure des Verlustes, der noch immer in ihm brannte. Immerhin war er am Leben und im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte… und einem mehr an Körperkraft als jeder andere Mensch und die meisten Humanoiden. Ganz zu schweigen von der Macht.

Wird er mich holen kommen?, wiederholte Luke leise und hoffnungsvoll.

Das würde er bestimmt… wenn er könnte., antwortete Vader ebenso und aus vollem Herzen. Wenn ich könnte, würde ich sofort Kurs auf Tatooine nehmen, mein Sohn, und schon heute Abend wärest du an meiner Seite. Aber noch geht es nicht… Noch wacht Palpatine viel zu scharf über jeden meiner Schritte. Er würde uns beide töten.

Er spürte die Enttäuschung Lukes und hatte das Bedürfnis, ihn zu trösten. Sei nicht traurig, Luke. Du bist noch jung… so viel kann geschehen. Gib die Hoffnung nicht auf.

Luke schwieg, und Vader konnte fühlen, daß er weinte. Das machte ihn traurig und ließ ihn sich hilflos fühlen – beides Empfindungen, die er längst abgelegt und überwunden glaubte.

Es tut mir leid, Luke.

Schon gut. Luke schniefte. Immerhin weiß ich jetzt, daß es ihn wirklich gibt. Daß er lebt. Er schwieg einen Moment. Danke.

Wofür?

Daß du mit mir gesprochen hast. Ein Lächeln wärmte Vader über die Entfernung hinweg. Wirst du wieder mit mir sprechen?

Vader zögerte. Er würde nur zu gern, aber das barg ein enormes Risiko.

Luke schien zu fürchten, daß seine Bitte zu vermessen war, als er keine Antwort bekam, und fügte hastig hinzu: Vielleicht immer zu meinem Geburtstag? Dann habe ich etwas, worauf ich mich wirklich freuen kann.

Einmal im Jahr also? Nun, das mochte gehen… es war eine lange Zeit, aber… Das wird möglich sein, denke ich., antwortete er mit einem leichten Lächeln, doch dann wurde er ernst. Nur eins, Luke…

Ja?

Du darfst niemandem verraten, daß du mit mir gesprochen hast. Daß du dich überhaupt mit jemandem auf diese Weise unterhalten hast. Versprichst du mir das?

Ja, aber warum?

Es ist gefährlich. Leute fürchten sich davor – nur wenige können es, und heutzutage gibt es kaum noch jemanden, der diese Begabung hat. Behalte es für dich – als unser Geheimnis, deines und meines. Ja?

Geheimnisse waren etwas Tolles. Er hatte noch nie ein Geheimnis ganz für sich allein gehabt. Ja!

Sehr schön. Dann bis zum nächsten Jahr also, me- Luke.

Warte!, rief Luke. Wie heißt du?

Vader zögerte erneut. Seinen wahren Namen konnte er nicht nennen, ebensowenig wie seinen alten, abgelegten. Du kannst mich… Cymharol nennen.

Ist das dein Name?, erkundigte sich Luke neugierig. Habe ich noch nie gehört.

Nein., antwortete Vader amüsiert. Es bedeutet: verwandt. Du und ich, wir sind von derselben Art. Du bist etwas Besonderes, Luke.

Luke strahlte. Er hatte zwar nicht seinen Vater gefunden, aber jemanden, der ihn kannte – und ihm ein Freund sein konnte. Sein geheimer Freund, den er ganz für sich hatte. Ganz für sich allein.

Bis zum nächsten Jahr, Luke., verabschiedete sich die Stimme, die plötzlich viel wärmer und weicher klang.

Bis zum nächsten Jahr, Cymharol., flüsterte er sehnsüchtig.




Ende von Teil 1

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