Geheimversteck

Teil 2 von 8

Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Kapitel 3: Sternzerstörer Bonebreaker/Brücke

„Captain, wir befinden uns im Orbit von Pzobat. Ihre Befehle, Sir?“ raunte die Stimme des ersten Offiziers hinter ihm.

Tiberius hatte das Licht auf der Brücke abschalten lassen, lediglich die vielen verschiedenen Displays und Anzeigen tauchten den Raum in ein schummeriges Licht. Der Captain wollte seine Nachtsicht nicht durch unnötige Beleuchtung trüben und so blickte er nun auf den nachtschwarzen Hauptkontinent im Norden von Pzobat hinab. Am nördlichen Rand des Planeten war eine grün schimmernde Korona zu sehen, dort, wo sich die letzten Strahlen der Sonne mit der Schwärze des Weltraums verbanden. Gut so. Bald würde die Dunkelheit des Alls sein Schiff komplett verschluckt haben.

„Lieutenant Marian, geben sie Anweisung an die Sensorik-Abteilung, sie sollen Augen und Ohren offenhalten. Vielleicht gelingt es uns, Bergungsaktivitäten auf dem Planeten festzustellen. Aber nur passive Sensoren, wir wollen keine Aufmerksamkeit erregen!
Und nun passen sie gut auf, wenn sie eines Tages in meiner Position sind, können sie diesen Trick vielleicht einmal brauchen. Die Bonebreaker selbst soll den größeren der beiden Monde anfliegen und sich zwischen dem  Planeten und dem Mond positionieren. Dann werden wir uns mit Hilfe der Traktorstrahlen an die Mondoberfläche anhängen, ohne dabei aufzusetzen. Da der Mond größtenteils aus verschiedenen Metallerzen besteht, ist es unseren Gegnern dann nur schwer möglich, mit Hilfe von Sensoren zwischen uns und der Obefläche des Mondes zu unterscheiden.“

Dayleen Marian nickte mit zusammengezogenen Augenbrauen.
„Gut, das täuscht den Großteil ihrer Sensoren. Wie können wir uns den Biodetektoren und einer optischen Entdeckung entziehen?“

„Nun, zweiteres ist sehr einfach: Wir schalten die Oberflächenbeleuchtung komplett aus. Die Dunkelheit wird das ihre tun, um uns zu verbergen. Für diejenigen, die dann nahe genug kommen, um uns sehen zu können, ist es ohnehin zu spät. Einfach aber effektiv.
Die Biodetektoren können wir nicht täuschen. Allerdings liefern diese auch nur auf geringe Distanzen zuverlässige Informationen. Daher sind sie für uns ebenso, wie die optische Erfassung kein wirkliches Problem.“

Tiberius sah seine erste Offizierin prüfend an. Sie war schlau, ohne Zweifel und sie wusste die richtigen Fragen zu stellen. Dennoch würde sie noch einiges zu lernen haben, bevor er sie für das Kommando eines eigenen Schiffes empfehlen könnte. Aber er würde ihr das nötige Handwerkszeug schon beibringen. Doch nun hatte er sich erst einmal um seine eigene Kommandotätigkeit zu kümmern.

„Jawohl, Captain! Noch weitere Befehle?“

„Das wäre vorerst alles. Geben sie mir Bescheid, wenn das Schiff in Position ist und kümmern sie sich selbstständig um die Verdunkelung des Schiffes! Beleuchtung nur noch in Sektionen unter der Oberfläche!“

Lieutenant Marian lächelte Tiberius kurz an, nickte ihm dann zackig zu und entfernte sich zu den Brückengräben.
Tiberius blickte ihr einen Moment nach. Auch als Vorgesetzter waren ihm ihre Reize durchaus nicht entgangen. Und das Lächeln eben, das ihm nicht zum ersten Mal aufgefallen war... Unter anderen Umständen hätte er sie wohl gefragt, ob sie mit ihm ausginge... Wenn der Krieg nicht wäre, wenn die Umstände andere wären...

'Schluss jetzt', schalt er sich selbst in Gedanken. Als Kommandant dieses Sternzerstörers konnte er sich so etwas schlicht und einfach nicht leisten. Er hatte Verantwortung für über 10.000 Mann Besatzung und durfte sich durch persönliche Gefühle nicht von seiner Aufgabe ablenken lassen. Außerdem wäre es ihr gegenüber nicht fair, denn sie würden sich nie auf Augenhöhe begegnen, er selbst wäre immer ihr Vorgesetzter.

Seine Befehle wurden ausgeführt. Wie immer. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten hatte seine Mannschaft schnell gelernt, worauf es ihm ankam und nun hatte er am Schiffsbetrieb nur noch selten etwas zu beanstanden.

Der Blickwinkel auf den Planeten änderte sich, als die Bonebreaker sich an die von ihm befohlene Position begab. Ein kurzes Rucken ließ den Rumpf des Schiffes erzittern, als sich die Traktorstrahlen an der Planetenoberfläche fest krallten. Dann erstarben die Antriebsaggregate des Sternzerstörers und das Schiff verharrte auf der Stelle.
Nun begann das Warten. Warten auf Informationen, warten auf den Feind.



Kapitel 4: K749 System / Millenium Falcon

Das bläuliche Flackern des Hyperraums verwandelte sich in Streifen und die Streifen schließlich zu einem Sternbild vor ihnen.

Als Schmuggler hatte Han immer Planeten angeflogen, auf denen das Leben pulsierte, Planeten, auf denen er Geschäfte machen konnte. Der grünblaue Planet, der nun in der Mitte des Cockpit-Fensters vor ihnen zu sehen war, war das exakte Gegenteil.
Weit und breit war kein einziges Schiff erkennbar, es schien beinahe, als sei Pzobat noch völlig unberührt.

„Ich hab doch gesagt, warum sich Sorgen machen... Klappt alles wie am Schnürchen, Chewie.“

Der Wookie brummte skeptisch.

„Was denn? Nirgendwo ein Schiff zu sehen. Du wirst sehen, wir reißen uns dieses Lager unter den Nagel und verschwinden wieder.“

Wieder ein Brummen von der Seite.

„Ach, alter Miesmacher! Weit und breit keine Imperialen, die wissen wahrscheinlich selbst nichts von dem Lager. Sicher haben wir die Informationen abgefangen, bevor sie sie selbst auswerten konnten. Diesmal haben ausnahmsweise wir mal Glück.“

„Aber Sir, sie sollten zumindest in Betracht ziehen, von imperialen Streitkräften entdeckt zu werden und Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.“

Han drehte sich entnervt zu C-3PO um, der vorsichtshalber mit an Bord war, falls es nötig wurde, mit diversen Lebensformen auf Pzobat zu kommunizieren.

„Ein Glück, das Protokolldroiden keine Armeen führen. Sonst würden sie für jeden Schritt vorwärts aus Angst vor dem was kommt zwei Schritte nach hinten machen. Bin ich hier der einzige mit ein bisschen Optimismus?“

„Entschuldigen sie, Sir, aber ihre Ausdrucksweise erscheint mir absolut nicht angebracht. Schließlich möchte ich sie nur darauf hinweisen, dass die Möglichkeit besteht...“

Weiter kam C-3PO nicht, denn Han hatte nach hinten gegriffen und den Aus-Schalter des Droiden betätigt.  
Die orangen Augen von ihm erloschen und sein goldener Kopf sackte ein Stück nach vorne, als sich seine Systeme abschalteten.

„Das ist schon viel besser. So, dann wollen wir mal sehen, wo wir hier am günstigsten landen.“

Chewbacca deutete mit seiner haarigen Pranke auf einen Punkt der Karte, die auf dem Hauptdisplay des Falcon zu sehen war.

„Ja, das sieht ganz gut aus. Da müsste auch die Big Queen genug Platz haben und es ist nicht weit bis zu dem Punkt auf dem das Lager sein soll.“

Han aktivierte das Kom:
„Rote Jungs und Big Queen von Millenium Falcon. Alle im System angekommen?“

„Jawohl, Han, Wes und ich sind ins System eingesprungen und hinter uns kommt gerade die Queen aus dem Hyperraum. Alle vollzählig“, tönte „Hobbie“ Klivians Stimme aus dem Lautsprecher.

„Gut. Ich sende euch jetzt die Navigationsdaten für euren Landeanflug. Sieht so aus, als wären wir allein hier.“

Ein kurzer Seitenblick zu Chewbacca, dann ergänzte er noch:

„Haltet trotzdem ein bisschen die Augen auf.“

Er ließ den Sendeknopf los.

„Jetzt zufrieden?“

Chewie ließ ein zustimmendes Grollen vernehmen.

Kurz darauf tauchte der Falcon und die anderen Schiffe in die Atmosphäre von Pzobat ein. Es war auf dieser Seite des Planeten bereits dunkel, dennoch konnte Han während des Überfluges einige Blicke auf die glitzernden Flüsse, die Wälder und die riesigen Graslandschaften erhaschen, die unter ihnen vorbeizogen. Dann näherte sich der Verband einer Gebirgskette, in deren Mitte sich ein beinahe kreisrundes Tal befand. Es war groß genug, dass dort auch große, kapitale Schiffe hätten landen können.

„Dort muss es sein. Deshalb wird das Ziel in den Karten als 'Kessel' bezeichnet“, sagte Han und betätigte den Kom-Schalter.

„Wir landen möglichst nahe an den Felswänden in dem Tal dort, damit man uns von oben nicht so leicht erkennen kann! Wenn alle gelandet sind, machen wir uns auf die Suche nach dem Eingang. Ich gehe in den Landeanflug.“

Aus dem Kom drangen die Bestätigungsmeldungen der anderen Schiffe.
Kurz darauf setzte der Millenium Falcon sanft auf der dunklen Oberfläche von Pzobat auf.



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