Das dunkle Herz

Teil 1 von 7


Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Einleitung


Kann eine einzige Entscheidung den Lauf des Schicksals verändern? Ist es möglich, dass ein einziger Mensch durch eine im Grunde alltägliche Entscheidung, das Leben vieler anderer beeinflussen kann? "Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre"...wäre das Leben doch langweilig (und es wäre überflüssig eine solche Geschichte überhaupt zu schreiben). Hier ist also mein Beispiel für die Tatsache, dass sogar die Farbe der Kleidung den Verlauf eines Tages verändern könnte, sprich dafür, dass alles miteinander zusammenhängt, dass alle Schicksale eng miteinander verknotet sind. Manchmal sind es nur Minuten, die über den weiteren Verlauf dieser Schicksale bestimmen.



Wie es die Geschichtsschreibung sagt:

Die Droiden waren nicht hier. Und sie würden vermutlich auch nicht zurückkommen. Es war an der Zeit die Überreste der Feuchtfarm wieder zu verlassen und Lord Vader Meldung zu erstatten. Sie mussten den Rest des Planeten durchsuchen. Und was wenn sie doch zurückkommen? Vielleicht sollte er warten. Sein Gefühl sagte ihm, dass es klüger wäre noch nicht zu gehen. Doch zu warten wäre vermutlich noch dümmer als nicht zu waren. Immerhin legten seine Vorgesetzen großen Wert darauf dass Zeit nicht verschwendet wurde. Und immerhin konnten sie hier nicht mehr wirklich viel ausrichten. Er traf seine Entscheidung. "Lasst uns von hier verschwinden."
Keine 5 Minuten nachdem sie die Farm verlassen hatten, traf Luke Skywalker am Ort des Verbrechens an seine Familie ein.

Wenn es anders gekommen wäre:

Er hatte beschlossen zu warten. Bisher hatte er auf seine unbestimmten Gefühle immer vertrauen könne. Ein paar Minuten zu warten konnte nicht schaden. Außerdem entging er dadurch dem Zorn seiner Vorgesetzten, denen er immerhin mitteilen musste, dass die Suche bis jetzt erfolglos geblieben war.






Teil 1: Lebenslinie


Dann führt sie das ja genau zu uns. Diesen Gedanken konnte Luke einfach nicht loswerden.
Er hatte die Droiden mit Ben Kenobi mitten in der Wüste zurückgelassen, aber das war ihm im Augenblick egal. Er musste rechtzeitig kommen um...ja um was zu tun? Onkel Owen und Tante Beru warnen; sie von der Farm wegschaffen bevor das Imperium dort ankam.

Als die Feuchtfarm in Sicht kam wusste er, dass es zu spät war. Mehr noch, er fühlte es. Trotzdem hielt er auf die Farm zu. Die imperialen Truppen waren noch dort. Von seinem Onkel und seiner Tante waren nur noch verkohlte Reste über. Der Anblick löste nicht nur einen Brechreiz, sonder auch das vorübergehende Abschalten des Gehirns aus. Luke konnte nicht mehr denken, noch fassen was geschehen war. Auch was mit ihm geschah entging ihm. Die Imperialen hatten ihn wohl verhaftet. Nun stellten sie ihm allerhand Fragen, wer er sei, was er hier mache und ob er wisse wo die Droiden seien. Langsam kam Luke zu Bewusstsein, dass sie ihn auch töten würden sobald er ihnen gesagt hatte was sie wissen wollten. Sie wollten sicher keine Zeugen. Sein Gehirn schien wieder zu funktionieren. Er leugnete von den Droiden zu wissen.

Die Imperialen flüsterten miteinander. Einiges schnappte Luke auf. "Er kann uns nicht von Nutzen sein. .....Ist doch nur ein Junge....Lord Vaders Befehle...." Vermutlich verhandelten sie gerade über sein Leben. Ich darf jetzt nicht auch sterben.

Langsam wurde Luke klar, dass er irgendetwas tun musste. Er konnte nicht einfach abwarten bis sie ihn erschießen würden, er musste etwas unternehmen. Die Imperialen hielten ihn für einen einfachen Jungen von Tatooine. Natürlich war er das auch, aber sein Vater war ein Jedi - Ritter gewesen. Und ein bisschen etwas hatte er ja doch von ihm geerbt - zumindest hoffte er das. Sein Vorteil war, dass sie Imperialen ihn unterschätzten. Er atmete tief durch. Willkommen zurück, Luke und stirb gut.

Er zog sein Lichtschwert und stach seinen Wächter nieder und dann rannte er so schnell er konnte zu seinem Landegleiter. "Haltet ihn auf!", rief jemand hinter ihm. Die Imperialen begannen auf ihn zu schießen als er in seinen Gleiter sprang und davon raste. Er hatte nicht vor zu warten bis sie seine Verfolgung aufnehmen würden.
Um sie nicht auf die Spur der Droiden zu bringen, steuerte Luke sein Fahrzeug in Richtung Stadt anstatt in die Wüste hinein. Doch die Imperialen verfolgten ihn nicht. Natürlich, ich bin die Mühen nicht wert. Außerdem kriegen sie mich sowieso, sie haben meinen Namen und wissen wie ich aussehe......Ich bin verloren und Onkel Owen und Tante Beru sind...Was bleibt mir jetzt noch über? Er beschloss das einzig richtige zu tun. Zu Ben Kenobi zurückzukehren und ein Jedi zu werden wie sein Vater vor ihm. Und zu hoffen, dass er den Imperium nicht so wichtig war, dass sie schon in Mos Eisley erwischt wurden.
"Sollen wir ihn verfolgen, Sir?"- "Nein, er ist unwichtig. Wir müssen nur diese verdammten Droiden finden. Hier waren wir jetzt lange genug. Lasst uns von hier verschwinden."
Im Bericht hieß es, dass sie Droiden leider vom Planten entkommen waren. Es zahlte sich nicht einmal aus den verantwortlichen Offizier deswegen hinzurichten. Wenn man auf Tarkin hörte, so waren die Pläne in den Händen der Rebellion sowieso nutzlos. Seiner Meinung nach war der Todesstern ein unbesiegbares Mittel zur Vernichtung der Rebellion. Es sieht diesem Trottel ähnlich die Rebellion zu unterschätzen und den Todesstern zu überschätzen.
Dass Tarkin sich so sehr auf die Technik stützte war nicht weiter verwunderlich, doch warum der Imperator auf diese ganze Sache hereinfiel war Vader ein Rätsel. Vielleicht sollte ich den Offizier doch töten, dann fühle ich mich möglicherweise ein wenig besser.
Oh, jetzt wurde der Bericht interessant. Es gab da einen Nachsatz über die Gefangenname und Flucht eines gewissen Luke Skywalker. Er hatte ein Lichtschwert benutzt. Skywalker. Ja. Ich erinnere mich an diesen Namen. Es ist lange her, aber...Das konnte kein Zufall sein. Er musste den Imperator informieren. Andererseits, wieso eigentlich? Immerhin war das Ganze seine Sache. Ich kann den Imperator immer noch informieren wenn ich den Jungen in meiner Gewalt habe. Der Kleine könnte eines Tages viel wertvoller als jeder Todesstern sein. Mit der richtigen Ausbildung und der richtigen Motivation...
Und schon begann Vader Pläne zu spinnen, die weit über den Todesstern und die Rebellion hinausgingen.






Teil 2: Der kalte Hauch

Der Todesstern, Parsecs von den Resten des Planeten Alderaan entfernt.

Haupthangar.

Die rote Klinge traf die blaue.
Soweit war es mit ihnen gekommen. Einst Schüler und Lehrer, mit einer komplizierten aber doch liebevollen Beziehung, und nun Todfeinde.
"Wenn du mich schlägst werde ich stärker sein als jemals zuvor, denk daran Darth", prophezeite Kenobi.
Früher hätte ihn eine solche Aussage vielleicht verwirrt, aber die Zeit als er noch Obi-Wans Schüler gewesen war, lag weit hinter ihm. Vader trieb seinen ehemaligen Meister weiter vor sich her. Ihr Kampf zog langsam die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Unerwartet blickte Obi-Wan zu einer Gruppe von Leuten unter denen sich zu Vaders Ärger auch Prinzessin Leia befand. Sie war offenbar befreit worden. Doch Kenobis Aufmerksamkeit galt dem jungen blonden Mann, der ihren Kampf mit aufgerissenen Augen verfolgte. Das musste er sein: Luke Skywalker. Vader erkannte ein Lichtschwert, das an seiner Seite hing.
Nun wandte sich Kenobi wieder dem Kampf zu. Er hatte irgendetwas vor. Vader war sich nicht sicher ob ihm gefallen würde was es war. Es lief vermutlich auf eine Lektion für den jungen Skywalker hinaus. Nun gut, Vader würde seinen eigenen Nutzen aus der Lektion ziehen.
Sie kämpften weiter. Unerwartet hob Obi-Wan sein Lichtschwert. Das war Vaders Chance die Überlegenheit der dunklen Seite zu demonstrieren. Er schlug zu. Zu seinem Ärger (heute ging einfach alles schief) löste sich der Sterbende augenblicklich auf. Nur seine Kutte blieb zurück.
"Nein! Ben!"
Das kam von Skywalker. Der Junge wollte augenblicklich auf Vader zustürmen. Das wäre Vader nur recht gewesen. Doch sein Freund, der etwas wild aussehende Mensch, hielt ihn zurück. Luke riss sich los. Er wirkte sehr entschlossen. Ja, komm nur her. Dann ersparst du mir die Mühe dich einzufangen. Die Prinzessin konnte ruhig entkommen, sie würde das Imperium zum Stützpunkt der Rebellen führen. Doch Skywalker durfte nicht entkommen.
Er schien auch etwas anderes vorzuhaben. "Rette du die Prinzessin und die Droiden", befahl Luke dem anderen Menschen. "Kommt gar nicht in Frage. Ich bin der potentielle Selbstmörder hier!", widersprach dieser heftig. "Er hat meine Familie auf den Gewissen und jetzt auch Ben. Ich muss das tun. Ihr verschwindet von hier", entgegnete Luke. Interessant. Was hatte Kenobi den Jungen erzählt?
Der kurze Streit schien nun für Luke entschieden. Vader gab den Sturmtrupplern ein Zeichen, die anderen entkommen zu lassen. Er hatte vorsorglich bereits einen Peilsender an den Schiff der Rebellen installieren lassen, den konnten sie nun nutzen.
Der junge Skywalker baute sich vor Vader auf. In seinen Augen funkelte Zorn. Er hob auffordernd sein Lichtschwert. Sein Zugang zur Macht war beschränkt und seine Fähigkeiten, wie Vader schnell feststellte, ebenso. Er hatte auch nicht die geringste Lust sich mit einem derart Unterlegenen zu duellieren. "Du bist sehr mutig, aber nicht sehr amüsant", stellte er fest. Luke hob sein Schwert an. "Los. Ich fordere Sie. Kämpfen Sie!", forderte Luke überzeugt. Er dachte doch nicht wirklich, dass er eine Chance hatte? Nein, Vader erkannte eine Schimmer von Angst der in seinen Augen flackerte. Trotzdem schien er überzeugt von seinem Vorhaben Rache zu üben. Das gefiel Vader aber allerdings zur Abwechslung einmal ganz gut. Aber der Junge brauchte dringen deinen Dämpfer.
Vader aktivierte sein Lichtschwert und entwaffnete den Jungen mit einem Schlag. Erschrocken wich dieser zurück. Vader schleuderte ihn mit Hilfe der Macht gegen die Wand. Benommen starrte Luke ihn an. Er versuchte sich aufzurichten, doch Vader schleuderte ihn erneut gegen die Wand. Dieses Mal verlor Luke das Bewusstsein.
Das Raumschiff seiner Freunde war entkommen. "Sperrt ihn ein", befahl Vader und machte sich auf den Weg zu Tarkin. Der würde die Ausrottung der Rebellen alleine übernehmen müssen. Vader wollte Luke so schnell wie möglich nach Coruscant schaffen. Im Gehen holte er noch Lukes Lichtschwert zu sich. Es war noch immer dasselbe, wie ihm auffiel. Wie lange es wohl noch in Familienbesitz bleiben würde?
Als Luke wieder zu sich kam musste er feststellen, dass er sich in einer Gefängniszelle befand.
Vorsichtig tastete er nach seine Kopf. Zumindest war alles noch ganz. Allerdings hatte er sich auf die Zunge gebissen.
Wie hatte er nur so blöd sein können? Auf Vader loszugehen! Wo dieser doch gerade davor erst Ben getötet hatte. Ben. Er war tot, so wie Onkel Owen und Tante Beru und die waren auch auf Vaders Befehl hin getötet worden. Und Ben hatte doch gesagt, dass Vader auch Lukes Vater verraten und getötet hatte. Vier Personen waren Grund genug Rache zu wollen, aber trotzdem hätte seine Vernunft über die Wut und den Schmerz überlegen sein müssen. Und jetzt hatte er den Salat. Er fragte sich nur warum er überhaupt noch lebte. Er war nicht einmal ein Mitglied der Rebellion. Das bedeutete, dass er weder Informationen liefern konnte noch als Geisel wertvoll war.
Gib nicht auf Luke, flüsterte eine Stimme in seinem Kopf. Ein guter Rat, doch wie konnte er nicht aufgeben?
In diesem Moment öffnete sich die Zellentür. Luke wurden Handschellen angelegt und er wurde auf ein Raumschiff gebracht. Was hatten sie nur mit ihm vor? Die ganze Sache wurde immer seltsamer. Luke wunderte sich noch mehr als er feststellte, dass er sich offenkundig in Vaders privater Fähre befand. Kurze Zeit später traf auch schon Vader ein. Sein Anblick versetzte Luke einen schmerzhaften Stich.
Vader selbst ignorierte seine Gefangenen vorerst. Abgesehen von Vader wurden sie nur von einer einzigen Wache begleitet, die stumm an der Luke zum Verlassen des Schiffes herum stand. Luke setzte sich auf einen herumstehenden Stuhl und beobachtete stumm wie Vader an der Steuerung herumhantierte. Auch Vader schwieg hartnäckig.
Vermutlich war das ganze eine Art Psychotest, aber Luke würde Vader sicher nicht den Gefallen tun und zuerst sprechen. Nach einer Weile wurde es zur reinen Qual, aber er schwieg trotzdem weiter. Dann hielt er es nicht mehr aus.
"Wohin fliegen wir?", wollte er wissen. Vader wandte seinen Kopf in Lukes Richtung, und Luke durchrann ein Schaudern. Er bereute es schon wieder die Frage gestellt zu haben. Er versuchte dem Blick stand zu halten.
"Wir fliegen nach...Hiis." Das verwunderte Luke allerdings. Er hatte mit Coruscant gerechnet, oder irgendeinem Gefängnisplaneten. Aber Hiis? Was war denn schon auf Hiis. Ja früher, da war Hiis ein wichtiger Wissenschaftsplanet gewesen. Aber seit der Imperator die gesamte Forschung auf die Entwicklung neuer Waffen konzentrierte, hatte die Bedeutung des Planten immer mehr abgenommen. Die Hiisianer waren erklärte Pazifisten und hielten nichts von Waffen. Dadurch hatten sie die Gunst des Imperators verloren. Luke hoffte dass sich seine Verwirrung nicht auch auf seinem Gesicht abzeichnete.
Er versank wieder in Schweigen. Warum Hiis? Umbringen hätte ihn Vader auch hier können. Aber vielleicht gab es auf Hiis eine neue Art von Foltergerät, oder so etwas Ähnliches. Luke unterdrückte die aufkeimende Furcht und konzentrierte sich auf das Bild einer großen schwarzen Leere. Er musste sich unter Kontrolle bringen. Vader sollte nicht merken wie leicht es ihm gelang Luke zu beunruhigen. Wieso nur Hiis? Was war auf Hiis?
Der Junge verbarg seine Angst ganz gut, fand Vader. Aber er hatte noch viel zu lernen, so viel stand fest. Die Idee ihn nach Hiis zu bringen war Vader erst gekommen als er die Frage gestellt hatte. Aber Hiis war perfekt. Der Junge befand sich dort außerhalb der Reichweite des Imperators und konnte in Ruhe ausgebildet werden.
Vaders Atemvorrichtung stammte von Hiis, und er hatte sich dort eine Art Ausbildungszentrum einrichten lassen. Der Planet war wirklich perfekt. Natürlich konnte Luke Skywalker nicht wissen, was ihn erwartete und Vader nahm an, dass er sich im Augenblick darüber den Kopf zerbrach, was Vader wohl ausgerechnet auf Hiis wollte. Nun, Hiis würde einige Überraschungen für Luke auf Lager haben.
Nach einigen Stunden Flug erreichten sie Hiis. Vader befahl den Wachmann de jungen Skywalker in die Gefängniszelle zu bringen. Dann machte er sich auf um die Anlage zu inspizieren.
Roro, der kleine pelzige Nichtmensch, von dem niemand wusste was er eigentlich war, begrüßte ihn. "Lord Vad-er, Sie sind schon zurück?" Vader wunderte sich schon lange nicht mehr über Roros Angewohnheit das Offensichtlich zu hinterfragen. "Sind die befohlenen Verbesserungen wie befohlen durchgeführt worden?", erkundigte er sich stattdessen. Roro nickte mit seinem pelzigen Kopf. "Erst gestern hat Ond-o gesagt, dass man hier inzwischen sogar einen Jedi ausbilden könnte." Vader neigte seinen Kopf ein wenig und meinte: "Sehr gut."
Immerhin hatte er ja genau das vor nicht wahr? Natürlich wussten Ondo und die anderen Hiisianer nichts davon. "Ist mein Raum bereit?" Roro nickte schnell. "Gut, dann möchte ich, dass du einen Kanal nach Imperial City für mich öffnest.", befahl Vader. "Zu Befehl , Lord Vad-er. Zu Imperator Palp-atine?" Vader nickte. "Darf Ro-ro fragen, wer der Gefangene ist?", erkundigte sich der kleine Nichtmensch vorsichtig. "Nein", erwiderte Vader scharf, "Und jetzt mach endlich, was ich dir befohlen habe!" Roro zog sich katzenbuckelnd zurück.
Jetzt musste Vader dem Imperator nur noch erklären, warum er Luke nicht direkt zu ihm geschafft hatte. Danach lagen die leichten Aufgaben vor ihm.
Luke war wieder einmal in einer Gefängniszelle.
Er unterdrückte seine Angst und versuchte sich zu entspannen. Vielleicht konnte er das mit Hilfe der Macht, doch Ben hatte ihn zu viel wenig beigebracht. Er wusste nicht wozu er mit Hilfe der Macht in Stande war. Er seufzte und sank zu Boden.
Er war noch nicht lange gesessen, als Vader die Zelle betrat. Luke sprang auf. Hinter Vader trottete eine kleine pelzige Figur in die Zelle. Vader blickte den Kleinen an und sagte: "Roro, lass uns alleine." Der Nichtmensch nickte. "Wie Ihr wünscht, Lord Vad-er", sagte er und zog sich buckeln zurück. Er verließ die Zelle und die Türe schloss sich.
Nun war Luke mit Vader alleine. Sie sahen sich eine Weile stumm an. Dann begann Vader Luke zu umrunden. "Die Macht ist sehr stark in dir. Das ist Obi-Wan sicherlich aufgefallen", stellte er fest. Luke nahm es wortlos hin.
"Aber, du hast sehr viel zu lernen, bevor in der Lage sein wirst ein Lichtschwert zu schwingen. Das muss dir doch klar gewesen sein", fuhr Vader fort. Luke hatte genug davon. "Was wollt Ihr von mir?", fragte er. Vader unterbrach seine Kreise um Luke. "Ich möchte dir ein Angebot machen. Lass dich von mir ausbilden", erklärte der dunkle Lord.
Luke blinzelte. "Warum sollte ich?", wollte er wissen. "Weil du die Möglichkeit bekommst, mich zu töten. Das willst du doch, oder?"
Ja, er wollte es wirklich. Doch wie sehr er sich Rache wünschte wurde Luke erst jetzt bewusst.
"Nach Ende deiner Ausbildung, darfst du mich fordern und dein Glück versuchen. Aber ich bestimme den Zeitpunkt. Hast du verstanden?" Luke starrte den schwarz gekleideten Mörder hasserfüllt an. "Und was hättet Ihr davon?", erkundigte er sich misstrauisch. Er hätte schwören können, dass Vader hinter seiner Maske teuflisch grinste. "Ich habe die Möglichkeit einen weiteren Sith auszubilden."
Das konnte nicht alles sein. Und es wäre die Dunkle Seite der Macht. Luke wusste das sehr genau. Wie konnte er nur auch nur eine Sekunde daran denken dieses Angebot anzunehmen? Was würde Ben davon halten? Andrerseits war das wahrscheinlich die einzige Möglichkeit seine Fähigkeiten in der Macht zu erforschen. Und wenn er ablehnte würde ihn Vader vermutlich sofort töten. Er könnte das Angebot annehmen und aufpassen, dass er nicht der Dunklen Seite der Macht verfiel. Wenn er das Angebot nur annahm um ein Jedi werden zu können, und nicht aus Rache, war das schon einmal ein Anfang. Er musste sich nur von der Dunklen Seite fernhalten. Das war alles. Zumindest half es sich einzureden, dass er das alles nicht auf Grund seines Wunschs nach Rache tat.
Er sah Vader fest an. "Einverstanden. Unter diesen Bedingungen nehme ich das Angebot an", erklärte er und gab Vader darauf die Hand. Für einen Moment durchzuckte ihn ein Blitz von Schmerz. Dann zog er seine Hand schnell zurück.
"Nun, du bist also jetzt mein Schüler", meinte Vader. Luke nickte. "Ja." In diesem Moment beförderte ihn Vader mit einem schnellen Schlag gegen die Wand. "Das hießt: Ja, Meister", behauptete er. Luke stöhnte und rappelte sich auf. "Hast du das verstanden?!", fragte Vader scharf. Luke schluckte. "Ja, Meister", erwiderte er leise.
"Also, das ist ein Anfang. Doch von nun an, wird sich dein Leben von Grund auf ändern. Und ich werde weder Gnade noch Mitleid walten lassen. Du wirst tun, was ich sage. Immer. Ohne Widerrede. Ist das klar?" "Ja, Meister", bestätigte Luke. Vader nickte zufrieden. "Gut. Dann suchen wir erst einmal ein anderes Quartier für dich. Komm." Luke bestätigte mit einem gelehrigen: "Ja, Meister" und folgte Vader. Er bereute schon jetzt das Angebot angenommen zu haben.




Ende von Teil 1

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