Entscheidung im Morgengrauen

Teil 1 von 15


Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.






Prolog

 

Die Familie stieg aus dem Landgleiter aus und betrachtete die Umgebung. Die Sonne leuchtete hell am Himmel, was die paar Sturmtruppler in unmittelbarer Nähe der schneeweißen Lambda-Fähre nicht zu kümmern schien. Nervöse Mütter und Väter wuselten in der Nähe ihres Nachwuchses herum. Sie machten sich allesamt Sorgen, da ihre Sprösslinge eine anstrengende Ausbildung und einen gefährlichen Dienst in der Armee des Imperiums vor sich hatten.

 

Ein Mann in Uniform stand auch in der Nähe, sich ein wenig gelangweilt in der Gegend umsehend. Als Korton Cavella auf ihn zukam, salutierte er allerdings sofort, obwohl dieser nur Zivil trug.

 

„Sir.“

 

„Machen Sie sich keine Umstände, Sergeant. Ich bin nur hier, um meinen Sohn zu verabschieden. Ich habe ihn nie zu etwas gezwungen, aber er wollte trotzdem unbedingt dem Imperium dienen, so wie sein alter Herr.“

 

„Dann können Sie stolz auf ihn sein, Sir.“

 

Korton nickte zögerlich. „Ja, stolz, genau. Wenn ich nicht so einen Bammel hätte, dass ihm etwas zustößt.“

 

„Das ist völlig normal, Sir. Ich denke nicht, dass viel Grund zur Besorgnis besteht. Diese Rebellen-Terroristen werden bald zerschlagen sein und sobald das der Fall ist, wird die Galaxis auch wieder für unsereins sicher sein.“

 

Der General hob eine Augenbraue. Er konnte der Einschätzung des Sergeanten, dass die Rebellen-Terroristen keine Gefahr darstellten, nicht so Recht zustimmen. Noch viel Blut musste vergossen werden, bevor dieser Konflikt endlich enden konnte.

 

„Nun. Jetzt sollte ich aber wirklich meine Frau davon abhalten, Dalk zu erdrücken. Auf Wiedersehen, Sergeant.“

 

„Auf Wiedersehen, Sir!“

Korton wandte sich ab und erblickte sogleich seine Frau, die ihren Sohnemann drückte und mit Küsschen überhäufte. Er trat näher.

 

Als er ankam, warnte Elrika gerade ihren Sohn: „Wenn sie dich am Boden stationieren, darfst du ja nicht vergessen, dich sofort gegen alle lokalen Krankheiten impfen zu lassen. Ich habe schon von Vielen gehört, die auf einer fremden Welt während ihres Dienstes sterbenskrank wurden.“

 

Dalk seufzte. „Ja, Mama. Wofür hast du mir denn sonst diese Liste geschrieben?“ Er hielt ein Datapad hoch. „Genug Tipps für tausend Jahre Dienst“, murmelte er ein wenig geringschätzig.

 

Korton lächelte amüsiert. Seine Frau war manchmal eine echte Nervensäge. Allerdings wusste er, dass dahinter nur aufrichtige Liebe stand. Deswegen nahm Korton es ihr auch nicht im Geringsten übel.

Er verstand aber durchaus, dass sein Sohn ungeduldig war von hier fortzukommen.

 

„Und du wirst dich auch nie auf eine Schlägerei einlassen, okay? Ich weiß ja, wie das ist. Zuerst gibt es nur eine harmlose Balgerei und dann zieht jemand plötzlich ein Vibromesser.“

 

Der junge Bursche schien sich auf einmal nicht mehr wohl in seiner Haut zu fühlen. „Nein, ganz sicher nicht“, versicherte er geflissentlich.

 

„Immerhin hatten wir so ein Problem ja schon einmal. Was war vor einem halben Jahr, wo du mit einem Drogensüchtigen in eine Rauferei verwickelt warst?“

 

„Daraus habe ich gelernt“, argumentierte Dalk. „Wird nie wieder vorkommen“, versprach er.

 

„Sehr gut.“

 

Korton stapfte näher und umarmte seinen Sohn. „Ich bin mir sicher, dass er es schafft“, beruhigte er seine Frau. „Ich bin doch schließlich bisher auch jedes Mal zurückgekommen. Natürlich gibt es ein Risiko, aber so ist das Leben nun mal.“ Korton schwieg sich darüber aus, dass es im Krieg auch sehr oft nur auf das Glück ankam. Manchmal schaffte man es sogar mit den größten Fertigkeiten nicht, sich vor dem Tod zu retten. Oder es wurde von einem verlangt, den Märtyrer zu spielen. Doch es hätte keinen Sinn das auszusprechen, was seiner Frau insgeheim ohnehin im Kopf spukte.

 

„Ja, ich bin nur immer so dumm“, schalt sich Elrika selbst. „Ich kann es einfach nicht lassen zu nörgeln.“

 

Korton drückte ihr liebevoll einen Kuss auf die Wange. „Das ist okay“, versicherte er. Dann legte er Dalk freundlich eine Hand auf die Schulter. „Worauf wartest du, Kamerad? Auf geht’s.“

 

Dalk umklammerte noch ein letztes Mal seine Mutter, um dann mit selbstsicherem Gesichtsausdruck Richtung Shuttle zu gehen. Für sein Alter sah er bereits relativ erwachsen aus. Seine kurze, braune Wuschelfrisur stand in alle Richtungen ab.

 

Korton und Elrika blickten ihrem Sohn hinterher, während dieser seinem Schicksal entgegen ging. Elrika fasste die Hand ihres Mannes und kniff sie.

 

„Bald wirst du auch abreisen. Dann werde ich ganz alleine sein.“

 

„Tja. Das Imperium braucht mich leider. Ich hätte auch gerne mehr Ausgang. Aber schließlich können wir ja jeden Tag per Hologramm kommunizieren. Und unsere Freunde heißen dich sicher auch herzlich willkommen.“

 

„Das stimmt. Ich möchte euch auch gar nicht zur Last fallen.“

 

Sie beobachteten die Rekruten, die sich artig in Reihen aufstellten. Es musste zunächst gecheckt werden, ob tatsächlich jeder da war. Der Sergeant spazierte von Reihe zu Reihe und hakte alle Namen ab. Doch schon nach kurzer Zeit endete diese Prozedur.

 

So wie die meisten anderen Rekruten wandte sich auch Dalk noch einmal ab und winkte seinen Eltern zu. Ja, auf Kuat neigten die Eltern dazu ihre Kinder zu bevormunden. Für viele stellte dieser Schritt das erste Kapitel eines eigenständigen Lebens dar.

 

Danach schrie sich der Sergeant fast die Lunge aus dem Leib, um die eigenwilligen Sprösslinge zum Aufbruch zu zwingen.

 

Elrika lächelte ein wenig schmerzvoll, während sich das schneeweiße Transportmittel elegant in die Lüfte erhob. Nachdenklich folgten ihre Augen der Flugbahn, obgleich nach ein paar Sekunden schon nichts mehr vom Shuttle zu sehen war. Irgendwo hinter diesem Himmel und diesen Wolken befand sich ihr Sohn.

 

Gemeinsam mit ihrem Mann bestieg sie den Landgleiter und ließ sich gedankenverloren nach Hause kutschieren.



 

Monster

Ein kleiner Stich war alles, dass Luke im ersten Moment wahrnahm. Sein Zeitgefühl verriet ihm, dass er doch einige Zeit in der Dunkelheit der Bewusstlosigkeit verbracht hatte. Nach ein paar Herzschlägen gelangte das Gegengift in alle Arterien des jungen Mannes, und langsam aber sicher kam Luke zu seinen vollen Sinnen. Er öffnete vorsichtig die Augen.

 

Er saß zusammengekauert in einem ungemütlichen, schwarzen Metallsessel. Anscheinend befand er sich in einer Art Leseraum, die Einrichtung war luxuriös und geschmackvoll. In einer Ecke stand eine wunderschöne Glasfaserskulptur, die Grün- und Rottöne erweckten den Eindruck, dass es sich in Wirklichkeit um eine kostbare Pflanze handelte.

 

Ihm gegenüber saß eine Frau mittleren Alters aufrecht in einem Ledersessel. Ihre blonden Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, war sie eher von mittelmäßiger Schönheit und ein kleines bisschen füllig. Ihre perfekt geschwungenen großen Lippen lächelten nicht, ebenso wenig wie ihre toten, leeren Augen.

 

„Nun treffen wir uns endlich“, sagte sie mit einer eleganten, sanften Altstimme, die dennoch gefühllos und monoton wirkte.

 

Luke wusste nicht recht, wie er reagieren sollte, war er doch gewaltsam hier hingebracht worden. In dem Zimmer einer reichen Dame zu sitzen statt in einer Zelle war schlichtweg überraschend.

 

„Hallo. Warum genau haben Sie mich hierher bringen lassen?“

 

„Mein Name ist Elrika und ich wollte den Mann kennen lernen, der mir meinen Ehemann und Sohn nahm“, antwortete sie geduldig.

 

Oh, oh.

Plötzlich schien die Frau einen Hauch der Gefahr auszuströmen, den Luke vorher nicht wahrnehmen konnte. Eigentlich hatte sich Luke bisher nur in der Gegenwart von Sith Lords derart bedroht gefühlt. Er entschied sich dafür, vorsichtig zu sein.

„Es tut mir leid, aber mir ist nicht ganz klar, was sie meinen“, versuchte er es so diplomatisch wie möglich.

 

Elrika nickte leicht und beinahe verständnisvoll.

„Mein Sohn war als TIE Pilot auf dem Todesstern stationiert. Er war immer so ein kluger Kopf...“ Ihre Stimme verebbte leicht, als sie sich in ihren Erinnerungen verlor. Eine Frau, die völlig in ihrer Vergangenheit lebte. „Er trat der imperialen Akademie bei, weil er etwas besonderes mit seinem Leben machen wollte. Er dachte, dass er in der imperialen Flotte dazu beitragen könnte der Galaxis Ruhe und Frieden zu bringen.“

 

Luke versuchte es sich auf seinem Stuhl gemütlich zu machen, aber irgendwie war ihm im Moment gar keine Position bequem. Währenddessen kämpfte er gegen seine aufkeimende Nervosität an, und schaffte es auch dank seinem Jedi Training schließlich.

 

Sie fuhr fort: „Mein Mann war ein Anführer imperialen Truppen, ein hochdekorierter General. Bis die Rebellen angriffen. Er hat bis zum Ende Widerstand geleistet, aber dann traf ihn Ihr Laserschwert.“ Sie machte eine kurze Pause. „Und deswegen ist meine ganze Familie jetzt tot.“

 

Luke beschloss zu argumentieren: „Rache wird sie nicht wieder zurückbringen, Ihr Schmerz wird bleiben.“

 

Sie trommelte mit langen, großen Fingern auf die Lehne ihres Sessels. Kurz schien es Luke, als würde verzweifelte Hilflosigkeit in ihren Augen aufflackern, aber der Eindruck verflog bereits nach kürzester Zeit.

„Sie haben Recht, der Schmerz wird nicht vergehen. Aber meinem Leben fehlt jetzt jeder Sinn außer der Rache, ich habe nichts mehr. Sie haben mich zerstört, Luke Skywalker. Und nun werde ich dafür sorgen, dass Sie ebenfalls zerstört werden.“

 

Luke dachte hastig darüber nach, wie er die Frau beruhigen könnte, ihren Schmerz stillen. Doch ihm fiel nichts ein. Nichts, außer Plattitüden.

„Ihre Verlust tut mir sehr leid und ich wünschte, es hätte in diesem Krieg nicht so viele Opfer gegeben. Aber ich habe alles im Namen einer gerechten Sache getan.“

 

„Gerechtigkeit bedeutet mir nichts mehr.“ Sie flüsterte, scheinbar halb zu sich selbst: „Es gibt keine Gerechtigkeit.“

 

Als Luke sie ansah, wusste er, dass keine Logik, die er aufbringen konnte, jemals einen Effekt auf diese Frau haben würde. Ihre Augen waren so kalt wie das Vakuum des Alls und er spürte, dass in ihnen niemals das Licht der Gnade leuchten würde.

Sie kontaktierte ihre Wachen über ein kleines Funkgerät am Handgelenkt: „Führt ihn in die Folterkammer und beginnt mit den Vorbereitungen.“

 

 

 

Leia war nicht ganz klar, warum sie das tat. Bei Lord Vader handelte es sich um eine Abscheulichkeit, ein Monster der grauenhaftesten Sorte. Und dennoch zog es sie in seine Richtung.

Du bist dumm, Schwester.

 

Ja, etwas in ihrem Unterbewusstsein trieb sie an, da war ein Drang hinzugehen, zu den ungeahnten Schrecken. Ihm in die Augen zu sehen, die Abgründe in ihrer ganzen Entsetzlichkeit zu erforschen. Sie brauchte nur die richtigen Fragen zu stellen.

 

Aber es war falsch, davon fasziniert zu sein. Das sagte ihr ihre gute Erziehung. Immerhin war sie eine rechtschaffene Frau mit grundsoliden moralischen Werten. Und solche Leute interessierten sich schließlich nicht für das Böse.

Warum tue ich es dann?

Weil er dein Vater ist und weil er einst ebenso rechtschaffen war wie du.

 

Sie öffnete entschlossen die Türe und betrat den Raum mit tapferer und feindseliger Miene. Anakin saß im Schneidersitz auf dem Boden, seine behandschuhten Hände lässig auf den Knien lagernd. Wahrscheinlich befand er sich wieder in dieser Heiltrance.

 

Er fragte ohne Umschweife mit kräftiger Stimme: „Wurde Swinder gefunden?“

 

„Nein, und ich bin auch nicht hier, um über die Nachforschungen zu sprechen.“

Warum bin ich eigentlich hier?

 

„Wie gesagt, ich bin bereit Reparaturen an C3PO vorzunehmen.“

 

Leia schüttelte den Kopf. „R2-D2 bemüht sich, er wird es bald geschafft haben. Außerdem wollen wir Ihnen keine Chance geben, 3PO zu Ihrem Spion zu verwandeln.“

 

Sie wollte nicht, dass Anakin sich um den Droiden kümmerte. Vielleicht verwandelte er dann C3PO in eine wandelnde Wanze, oder noch schlimmer. Und der Droide war ihr inzwischen irgendwie ans Herz gewachsen.

 

„Sie sagten, Sie wären nicht wegen den Nachforschungen hier?“

Anakin hob den maskierten Kopf, um ihr direkt in die Augen zu blicken.

 

„Ich verstehe noch immer nicht, was Luke an Ihnen fand“, erklärte sie. „Aber ich möchte es herausfinden.“

 

Anakin zögerte ein wenig. „Er fand einen Rest von Gefühl. Außerdem ist es bei seiner Herkunft wahrscheinlich, dass er sich nach einem Vater sehnte.“

 

Leia wirkte etwas beunruhigt. „Ja, das stimmt. Er hat oft von seinem Vater, dem berühmten Anakin Skywalker, geredet. Onkel Owen und er, die haben wohl noch nie so recht zusammengepasst.“

 

Anakin machte eine Geste mit seiner neuen Hand, bei der er eine behandschuhte Handfläche präsentierte.

„Er ist seinem Herz gefolgt, Prinzessin. In seinem Fall war das die richtige Entscheidung.“ Man konnte Anakins Andeutung deutlich heraushören, nämlich jene, dass es nicht immer die richtige Entscheidung war dem eigenen Herz zu folgen.

 

„Denken Sie, dass Sie dieses Vertrauen verdienen?“ Leias Blick war skeptisch.

 

„Ich bin mir nicht sicher.“ Anakins Maske senkte sich betrübt ein paar Zentimeter. „Er ist im Moment der einzige Anker, der mich auf der hellen Seite hält. Das ist gefährlich.“

 

Leia schwieg. Es wurde ihr klar, dass dieser Mann mehr Zeit benötigte, Zeit um sich selbst zu stabilisieren und sich neue Ideale zu suchen. Aber er hatte diese Zeit nicht, weil Luke verschwunden war. Wahrscheinlich artete das Ganze in einem Desaster aus.

 

„Ich werde Sie darauf aufmerksam machen, wenn etwas nicht in Ordnung ist“, versprach Leia. Und sie meinte es auch so.

 

„Ja“, sagte der ehemalige Sith Lord, anstatt sich zu bedanken. „Und wie stehen wir zueinander? Immerhin sind Sie meine Tochter.“

 

Leia verschränkte ihre Arme. „In Fleisch und Blut vielleicht, aber im Gegensatz zu Ihnen war Bail Organa für mich da.“

 

„Ich wäre für Sie da gewesen“, erwiderte er mit einem Unterton tiefsten Leids.

 

Leia schalt sich selbst stark zu sein, aber irgendwie traf sie das doch und erzeugte einen Hauch von Sympathie in ihrem Herzen.

Hör auf, er manipuliert dich doch!

„Sie scheinen für ihr eigen Fleisch und Blut zu empfinden, aber wie sieht es mit dem Rest der Galaxis aus? Was, wenn Luke nicht Ihr Sohn gewesen wäre? Wenn hier draußen Leute sterben, bedeutet Ihnen das überhaupt etwas? Sehen Sie, dass ist mein größtes Problem mit Ihrer sogenannten Bekehrung.“

 

Anakin dachte an die Ganoven zurück, die ihn im Lambda Shuttle angegriffen hatten. Jene, die er getötet hatte, hatten sie ihm wirklich leid getan? War da auch nur der kleinste Hauch von Mitgefühl gewesen?

Nein, beantwortete er sich die Frage selbst. Die Überlebenden hatte er ebenfalls nur entkommen lassen, weil sein Verstand ihm sagte, dass es das „Richtige“ war.

 

„Nun?“, bohrte Leia weiter.

 

„Nein. Ich ... muss es wieder erlernen“, gestand er unsicher.

 

„Das habe ich mir gedacht.“ Sie betrachtete das Monster. Es war nicht das Äußere, das so abstoßend war, auch wenn es nicht gerade schön aussah. Es war die Tatsache, dass es freiwillig seine eigene Seele zerfetzt hatte und in einen Abgrund der reinen Niederträchtigkeit gesprungen war.

 

„Ich werde versuchen von Ihnen zu lernen“, versprach er ernst.

 

„Das ist zumindest etwas.“ Leia fühlte sich plötzlich von einer Traurigkeit überwältigt, die sie nicht so recht verstehen konnte. Sie verließ die finstere Kreatur so schnell es ging.

 

 

 

Luke spürte die Blaster in seinem Rücken. Selbst mit der Macht würde es nicht so einfach sein sich zu befreien. Er war hier alleine in einer Art Palast, der mit allen Raffinessen der Sicherheitstechnik ausgestattet zu sein schien. So gab es beispielsweise überall Kameras und auch dicke Sicherheitstüren aus Durastahl.

Ich muss auf die richtige Gelegenheit warten. Wenn ich doch nur wüsste, auf welchem Planeten ich bin!

 

Luke hatte da ein paar Ahnungen. Es machte den Eindruck, als wäre seine Feindin Teil einer Militärdynastie. Wahrscheinlich war es schon lange Familientradition, in der Armee der alten Republik und später dann in der imperialen Armee zu dienen. Er befand sich also vermutlich auf einem Planeten, wo viele dieser betuchten Clans hausten, so wie beispielsweise Byss oder Coruscant.

 

Eine dicke Durastahltüre öffnete sich und erlaubte einen Blick in einen grell beleuchteten, sterilen Raum. Luke wurde hineingestoßen. Als er die Apparaturen sah, rann ihm ein Schauer über den Rücken. Es war der Folterraum, daran bestand kein Zweifel. Ohne Umschweife wurde Luke an einer Art Sessel befestigt. Luke rüttelte probeweise an seinen Fesseln. Mit bloßer Körperkraft waren sie nicht zu sprengen, mit der Macht jedoch konnte er es schaffen. Wenn da nicht die Wachen wären, die immer noch die Mündungen ihrer Blaster auf ihn richteten.

 

Ein hagerer, gutaussehender Mann betrat den Raum. Er trug modische Kleidung, aber seine Bewegungen waren militärisch präzise und professionell. Luke fühlte, dass dies sein Folterknecht sein würde. Ein Mann, ausgebildet Informationen zu entlocken und Leute zu brechen. Der Folterknecht ging sogleich zu einem Kontrollpaneel und betätigte einige Schalter, woraufhin eine Vorrichtung, die mit verschiedenen Injektionsnadeln gespickt war, in Lukes Richtung fuhr. Stolz hielt sich Luke davor zurück auszuweichen.

Dann wich sein Stolz abrupt und er begann sich die Lunge aus dem Leibe zu schreien.




Ende von Teil 1

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