Geschichten von der Executor

Teil 1 von ?


Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.






Happy Birthday Captain Piett!

 

Heute war ein ganz besonderer Tag. Nein, doch nicht wegen einer Raumschlacht, oder Lord Vaders jährlichem Schüttelreim-Wettbewerb. Sondern weil heute der Geburtstag des Captains war. Es gab einige Gerüchte, dass eine geheime Geburtstagsparty geplant war.

 

Aber typischerweise wurde ich ja nicht gefragt, bei den Vorbereitungen mitzumachen. Tja, wundern tut’s mich ja nicht. Mir wurde schon öfters erzählt, dass ich mindestens eine so große Spaßbremse wie Imperator Palpatine bin.

 

Na, wie auch immer. Ich beugte mich gerade mal wieder über meine Konsole, als der Captain gepflegt und mit gebügelter Uniform die Brücke betrat.

 

„Happy Birthday!“, scholl es von der Menge. Jeder applaudierte.

 

Sergeant Limols präsentierte stolz eine große Torte mit einer Menge rosa Zuckerguss. Vader und Ozzel flankierten ihn. Man konnte deutlich beobachten, dass Ozzels Aufmerksamkeit eher der Torte galt als seinem Captain. Ja, unter diesem Schnurrbart musste ihm schon das Wasser im Munde zusammen laufen.

 

Ganz gerührt vom Aufwand den die Crew wegen seiner Wenigkeit machte ging der Captain zur Torte. Sobald er vor der Torte stand begannen wir zu singen.

„Happy birthday to you, happy birthday...“

 

Und dann passierte es!

Platsch!!!

Teile der Torte flogen durch die Gegend und trafen Piett, Ozzel, Vader und Limols.

Bedeckt mit rosa Schleim, boten Sie einen Anblick, den die Galaxis niemals vergessen durfte. Daher zückte ich flugs meine Holokamera und machte eine Aufnahme. Dann verschwand die Kamera sofort in einer Gegend meiner Hose, wo nicht einmal Lord Vader danach suchen würde.

 

Das Objekt, das die Torte mit solcher Wucht getroffen hatte war ein Sturmtruppler Helm, etwas, dass man hier überall leicht finden kann.

 

Pietts Augen wurden ganz feucht. Oh, armer Captain, er war schon immer ein sensibler Typ. Er drehte sich zu Vader, den erhobenen Zeigefinger wachelnd.

„Sie hätten das verhindern können!“

 

„Und mir diesen Spaß entgehen lassen?“, fragte Vader mit deutlich erheiterter Stimme. „Niemals!“

 

Piett blinzelte, er fing fast damit an zu weinen. Der Mann hatte ja keine Ahnung was sonst noch so auf ihn zukam.

 

Ozzel überreichte ihm ein frisches Taschentuch. Als Mann, der dauernd verkühlt war, ging Ozzel nirgends ohne seine Taschentücher hin. Das Nächste, was er tat, war sich genüsslich die Finger abzulecken. Ihm schien der Geschmack sehr zu gefallen, denn er steckte seine Hand in die Überreste der Torte und griff sich einen unappetitlich aussehenden Brocken. Er aß schweinisch wobei cremige Tortenfüllung an seinem Bart hängen blieb.

 

Entsetzt wich Vader vor Ozzel zurück und murmelte etwas, das sich so wie „Bantha“ anhörte.

 

Piett schneuzte sich in sein Taschentuch.

 

Währenddessen beendete Ozzel sein „Mahl“ und sagte: „Wir möchten Ihnen noch immer unsere Geschenke überreichen.“ Ozzel händigte ihm ein kleines Packet aus.

 

Piett zerriss die Verpackung. Mit ungläubiger Stimme: „Socken?“

 

„Ja“, antwortete Ozzel mit absoluter Schamlosigkeit.

 

Piett hielt einen der Socken in die Höhe. „Aber meine Füße sind nicht so groß!“, beschwerte er sich leicht weinerlich.

 

„Nun, da ich ihre Schuhgröße nicht kenne, habe ich einfach die größten gekauft die ich finden konnte“, antwortete Ozzel schnoddrig.

 

„Danke“, sagte der Captain mit tonloser Stimme.

 

Vader brummte düster und ungeduldig: „Warten Sie, bis Sie mein Geschenk gesehen haben!“

 

Ein paar Sturmtruppler trugen ein großes Paket zur Brücke. Einer von ihnen trug unvorschriftsmäßig keinen Helm. Natürlich war das Paket ganz in schwarz.

 

Freudlos öffnete Piett es. Endlich hatte er es ganz geöffnet und es war – ein Grabstein!

 

„Man sollte stets für die Zukunft planen“ rezitierte Vader wie ein Oberlehrer. Anscheinend hatte er diesen Spruch zuvor geübt.

 

Pietts Gesicht war wie aus Stein gemeißelt. Ein paar winzige Tränen glitzerten auf seinen Wangen. Langsam drehte er sich um und trottete von der Brücke.

 

Danach ging ich näher zum Grabstein um ihn besser zu begutachten. Kein Datum war darauf vermerkt, allerdings zierte ihn ein gravierter Spruch: „Entschuldigung akzeptiert, Captain Piett.“




Ende von Teil 1

weiter zu Teil 2