Klein Vaders Abenteuer

Teil 1 von 5


Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





KAPITEL 1: DER UNFALL

Darth Vader saß in seinem Sternenzerstörer und hielt sich die Backe. Er kam gerade vom Kiefer-Orthopäde, wo ihm eine feste Zahnspange verpasst worden war. Er schämte sich total und wollte mit dieser blöden, grauenhafte Spange mit den lila und rosa Plastik-Teilen auf keinen Fall aus dem Haus gehen! Er blickte in den Kosmetik-Spiegel, den er immer dabei hatte und hätte sich über seinen Anblick schwarz geärgert, wenn er nicht schon vorher schwarz gewesen wäre.

Plötzlich merkte Darth Vader, dass er die Ausfahrt Imperial City verpasst hatte! Mist! Das hatte ihm gerade noch gefehlt! Ausgerechnet heute, wo er nur noch so wenig Treibstoff hatte und weit und breit keine Tanke zu sehen war, die von seiner Mafia geleitet wurde. Gut okay, Tankstellen gab es genug, aber die hier in der Nähe gehörten alle dem dunklen Prinz Xizor. Das Vergnügen würde Vader Xizor nicht machen, dass er an seiner Tankstelle tankte! Und noch dazu würden wieder Xizors Überwachungskameras ihn filmen. Und wer weiß, was der dann mit dem brisanten "Vader-mit-lila-rosa- Zahnspange"-Tape machen würde? Peinlich, peinlich!

Der Sternenzerstörer ruckelte und stockte. Der Treibstoffvorrat war praktisch gleich null. Vielleicht hatte Vader doch den größeren Tank einbauen lassen sollen, anstatt der 325. und 326. Laser-Kanone am Heck? Doch um sich darüber Gedanken zu machen war es jetzt schon zu spät! Der Zerstörer stürzte unvermeidlich weiter und weiter ab. Vader notierte noch schnell etwas in sein kleines Notizbuch: "Alle Ingenieure plus Arbeiter, die am Bau des Zerstörers beteiligt waren, umbringen. Tanke direkt neben Xizors Tanke nach Ausfahrt Imp City aufmachen." Dann gab es einen großen Krach und Vader flog durch die Frontscheibe des Raumschiffs, weil er nicht angeschnallt war. Der dunkle Lord blieb bewusstlos liegen.

"Lasto beth nîn, tolo dan nan galad!", laberte eine ferne Stimme ihn an. Vader machte die Augen auf und sah ein Face, dass er am liebsten gleich wieder in Ohnmacht gefallen wäre! Es war Elrond, der ihn da in einer ihm unbekannten Sprache angesprochen hatte. "Er sagt, Ihr sollt wieder zurück ins Licht kommen, Lord Vader!", übersetzte Vaders Droide, der neben dem Bett stand, in dem Vader lag. "Sonst noch was? Das fällt mir ja gar nicht ein, wieder ins Licht zurückzukommen! Zzzz!", nörgelte Vader. "Willkommen in Bruchtal-Hospital!", sagte Elrond in schleimigem Tonfall.

Darth Vader setze sich ein wenig auf und schaute sich um. Er lag auf einem total weißen Bett und war an ein Beatmungsgerät angeschlossen, das regelmäßig ein- und ausatmete. Wo war er hier? Bruchtal-Hospital gehörte jedenfalls nicht zu den Einrichtungen seiner Mafia, wenn er sich recht erinnerte. "Wer seid Ihr?", fragte er Elrond. "Ich bin Elrond, Besitzer des Bruchtal-Hospitals, des Freizeitparks Bruchtal, des Pubs zu Bruchtal, Putze in der Bruchtal-WG und Manager der Popstars-Band "Da Felloship"!", protzte Elrond. Okay, der Typ war ziemlich mächtig und reich, aber nicht mächtiger und reicher als Vader!!! "Ich bin Lord Vader, Besitzer der zweitgrößten Mafia des Universums, der Vader-Tankstellen-Kette, fünffacher Lichtschwert- Olympia-Sieger, Erfinder des Sternenzerstörers, Vize-Chef des Imperiums und Manager der Popstars-Band "Bro'Sith"! Und außerdem bin ich dein Großonkel!" Vader lachte sich ins Fäustchen. Dieser Trick war doch immer wieder praktisch und zuverlässig! Elrond schaute ziemlich verwundert aus der Wäsche und machte sich daran, im Stammbaum nachzuschauen, ob dieser Lord Vader irgendwo aufgeführt war...

Da fiel Vader plötzlich wieder seine Zahnspange ein. Hatte dieser Elrond das peinliche Gestell etwa gesehen? Vielleicht hätte der dunkle Lord die Klappe nicht so weit aufreisen sollen, dann hätte man weniger von der Zahnspange gesehen... Er blickte in den Spiegel und stellte fest, dass er einen schwarzen Helm aufhatte, der sein gesamtes Gesicht verdeckte. "Dieser Elrond hat gesagt, Ihr müsst die Maske tragen, weil Eure Zahnspange so grässlich aussieht, dass jeder, der sie sieht, sofort in den Schatten stürzt!", erklärte der Droide. Vader sah sich an. Eigentlich sah er ja mit diesem Helm viel cooler aus! Diese lila-rosa Zahnspange hätte vielleicht nicht ganz so in sein Image als böser Mafia-Chef gepasst...



KAPITEL 2: ARAGORNS WERKSTATT

"Auf welchem Planeten befinden wir uns, Droide?", fragte Vader. Der Droide piepste und berechnete die Koordinaten. "Der Planet nennt sich Mittelerde. Es gibt hier verschiedene Kreaturen, Elben, Zwerge, Menschen und Hobbits.", berichtete Vaders Droide. Vader machte ein nachdenkliches Gesicht, aber unter seinem goldigen Helmchen sah man das natürlich nicht. Schnell kramte er sein Notizbuch heraus und schaute nach, was er heute für Termine hatte. "15 Uhr: Mordanschlags-Fortbildungsseminar" stand da. Mist! Gerade heute, wo die interessanteste Lektion, nämlich die mit dem telepatischen Genickbrechen, dran war! In der Sith-Schule hatte er das nie gecheckt und im Praktikum immer alles falsch gemacht. Irgendwie passierte es dauernd, dass er statt dem Genick die Haare seiner Opfer traf und diese dann schrecklichen Haarbruch bekamen! Voll peinlich für den Lord der Sith! Deshalb bevorzugte er meistens die Variante "Telepatisches Erwürgen".

"Wir gehen sofort!", sagte Vader, stand auf, stolperte über den Schlauch seines Beatmungsgerätes und fiel auf die Schnauze. Das Mundstück des Schlauchs wurde herausgerissen und Vader schnappte nach Luft. Röchelnd lag er am Boden herum, bis ihn schließlich Elrond fand und ihm ein neuartiges tragbares Beatmungsgerät verpasste, falls sein lieber Patient noch mal versuchen sollte, eigenständig einen Ausflug zu machen. Elrond wusste, woran es lag, dass Vader nur mithilfe eines Beatmungsgerätes atmen konnte: Der dunkle Lord war schlicht und ergreifend zu faul, selbst zu atmen und spielte den Kranken, damit er an das Gerät angeschlossen bleiben durfte. Ein schweres psychosomatisches Problem. Elrond rief seine alten Kumpels Galadriel und Thranduil an, die sich mit solchen Dingen besser auskannten, aber als er zurück in das Zimmer kam, war Lord Vader verschwunden und das neuartige tragbare Beatmungsgerät hatte er auch mitgehen lassen! Jetzt war es endgültig klar: Der Typ war nicht mit ihm verwandt. Vielleicht eher mit dem Stamm der Kleptomanischen Elben im Düsterwald!

Vaders Zerstörer war ziemlich zerstört. Eigentlich war das Teil ja mal gebaut worden, um andere Raumschiffe oder Planeten zu zerstören... Vader schlug seinen Atlas auf und suchte nach einer Zerstörer-Vertragswerkstatt in der Nähe, fand aber keine. Das einzige, was es gab, war die Ingenieurs- Werkstatt des Physikers Aragorn. Vader beschloss, dort mal zu fragen, ob sich an dem Zerstörer noch was machen ließ. Er rief sich einen Adler (das schien hier nämlich so üblich zu sein) und flog zu der Werkstatt.

Aragorn hörte lautes Atmen hinter sich, fuhr blitzschnell herum und bedrohte den Eindringling mit dem geborstenen Lichtschwert, das er sich gerade wieder zusammenschmiedete. Es war die Klinge, die einmal seinem Urgroßvater gehört hatte, der Sauron den Finger abgeschnitten hatte. Jetzt hatte Sauron einen mechanischen Finger. "Seid Ihr Aragorn?", fragte Vader. "Ja, ich bin Aragorn, Thronerbe von Gondor und Aragón, UB-Kraut-Dealer, Besitzer einer Auftragsmord-Agentur, einer Fahrrad-Fabrik, eines Waschsalons, einer Kofferfabrik und dieser Werkstatt hier! Außerdem bin ich Mitglied der Popstars-Band "Da Felloship"!" Okay, der Typ war ziemlich mächtig und reich, aber nicht mächtiger und reicher als Vader!!! "Ich bin Lord Vader, Besitzer der zweitgrößten Mafia des Universums, der Vader-Tankstellen-Kette, fünffacher Lichtschwert- Olympia-Sieger, Erfinder des Sternenzerstörers, Vize-Chef des Imperiums und Manager der Popstars-Band "Bro'Sith"! Ich hab auf meinem Planeten einen eigenen Himmelsdom und ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd! Außerdem hat das Schwert, das du da in der Hand hältst, mal mir gehört! Ich hab Sauron den Finger von der Hand geschnitten. Ich bin dein Urgroßvater und hieß früher Isildur!"

Aragorn glotzte so blöd wie er nicht mehr geglotzt hatte, seit Arwen ihm mitgeteilt hatte, dass sie ihn nicht heiraten wollte, weil er ihr nichts von seiner Auftragsmord-Agentur erzählt hatte. Vader lachte sich derweil wieder voll einen ab und machte einen weiteren Strich auf die Liste in seinem Notizbuch. Heute schon 2 Leute verarscht - reife Leistung!



KAPITEL 3: KAMPF UM DIE DUNKLE HERRSCHAFT

"Was willst du hier, Isildur, du alter Knacker? Du bist tot und die Linie der Könige wurde durchbrochen!", widersprach Aragorn, "Ich bin jetzt der Thronerbe von Gondor!" Darth Vader erwiderte: "Nein, mein Geist lebte weiter und weil es so langweilig war im Jenseits, hab ich mir mit Lego- Technik einen neuen, besseren Körper konstruiert. Jetzt bin ich als Darth Vader zurückgekehrt und habe Anspruch auf Gondor! Aber wenn du mir meinen Sternenzerstörer reparieren kannst, dann will ich mal nicht so sein und dir dein blödes Gondor lassen, mein Urenkelchen! Ich hab ja jetzt mein Imperium.", schleimte Vader rum. "Na gut, gewonnen, ich reparier dein Schiff! Aber darf ich auch König werden, ja? Ich wart jetzt nämlich schon über 40 Jahre lang darauf, obwohl ich eigentlich gar keine Ahnung hab, worauf ich wart..."

Aragorn und Vader flogen per Adler zusammen zu der Unglücksstelle, wo schon die orkische Polizei die Spuren sicherte. Vader erwürgte sie dann aber vorsichtshalber mal alle, damit er und sein Urenkel seine Ruhe hatten. Den Genickbrecher-Trick hatte er sich aus Angst vor einer Blamage nicht anzuwenden getraut (Süß, wie verschüchtert der is, gelle?). Aragorn konnte mithilfe seiner Fuzzy-Logik das Raumschiff in wenigen Minuten wieder klar machen, spritzte aber dabei aus Versehen ein wenig Öl auf den schwarzen Umhang Vaders, woraufhin der ihn telepatisch am Kragen packte und fertig machte: "Weißt du, wie viel der gekostet hat, hä? Der hat über 10.000 Credits gekostest und war eine EINZELANFERTIGUNG!!! Und der Typ, der ihn gemacht hat, lebt auch nicht mehr, weil ich ihn umbringen musste, bevor er dem Imperator auch so einen coolen Umhang machen konnte! Und jetzt hast du ihn kaputtgemacht! Ich heul gleich, wenn du mir nicht einen neuen besorgst, der genauso aussieht wie der hier!" Bei dieser schweren "Drohung" bekam es Aragorn mit der Angst zu tun und krächzte (immer noch in Vaders Würgegriff): "Geh nach Mordor! Da wohnt das Ex-Model und Designer Sauron. Der findet schwarze Klamotten auch voll cool. Vielleicht hat der ja so was..."

Vader ließ los und Aragorn klappte zusammen und fiel bewusstlos auf den Boden. Der dunkle Lord ließ ihn liegen. Elrond würde sich schon um ihn kümmern. Dann bestieg er seinen von Aragorn wirklich spitzenmäßig reparierten und aufgetankten Sternenzerstörer und düste nach Mordor.

In der Vorhalle von Barad-Dur waren überall schon Schoko-Probierstände aufgestellt und Vader wurde von Orks angelabert, ob er mal testen wolle. "Menno, ich darf doch nicht! Ich hab meine Zahnspange drin!", quengelte Vader, "Außerdem bin ich so wie so schon der dunklen Seite verfallen, da brauch ich eure Schoki gar nicht dazu!" Die Orks zogen beleidigt ab. Dann meldete sich Vader bei der orkischen Sekretärin von Sauron an und wurde in das Büro des Herrn von Mordor gelassen.

Sauron saß auf seinem Thron und begrüßte Vader: "Seid gegrüßt, Fremder. Ich bin Sauron, der dunkle Lord..." Eigentlich wollte Sauron jetzt, wie das heutzutage im Universum so üblich ist, angeberisch alle seine Titel und Firmen usw. aufzählen, aber er wurde schon (höchst unfreundlich) von Vader unterbrochen, der den totalen Ausraster bekam: "Sag mal, hast du sie noch alle?!?! ICH BIN DER DUNKLE LORD! Ich allein, ja?! Ist das klar!!! Was bildest du dir eigentlich ein?!?!" Vader hüpfte in seiner Ehre verletzt voll hysterisch im Zimmer herum, Sauron dagegen blieb ganz ruhig. Er kramte in seinem Bücherregal herum und holte ein giftgrünes Buch hervor, das die Aufschrift: "The Lord of the Rings" trug. Er schlug ziemlich vorne auf und hielt Vader ein Gedicht unter die Nase: "Da, kuck! "One Ring for the dark Lord on his dark throne, in the land of Mordor.!" So, ich bin der dunkle Lord, alles klar?" Sauron lächelte selbstgefällig. Vader platzte fast vor Wut. Warum nur hatte man die ein Star Wars-Buch dabei, wenn man es brauchte? Durch diesen Ausraster floss die dunkle Seite der Macht wieder besonders gut und Vader hatte einen guten Einfall: Er holte sein Handy raus, wählte die Nummer von George Lucas und petzte seinem "Papi" alles: "Hallo Papi, da is einer in Mordor, der behauptet, er ist der dunkle Lord! Sag dem mal, er soll die Klappe halten! Gell, ich bin der einzige dunkle Lord! Sag das dem!!!" Derweil hatte Sauron die gleiche Idee und petzte bei seinem "Papi" J.J.R. Tolkien. Die beiden Papis waren natürlich total entsetzt und beamten sich beide sofort nach Mordor, um ihre Söhnchen zu beschützen.

Am Rande des Schicksalsberges duellierten sie sich dann schließlich und ihre Söhne schauten zu. Als George Lucas ein blaues Lichtschwert zog, wurde Sauron noch saurer: "Hey, mein Papi hat aber schon vor deinem ein blau leuchtendes Schwert gehabt! Deiner muss ja auch alles nachmachen! Das find ich voll fies!" Die zwei Väter schlugen gegenseitig aufeinander ein und meckerten rum von wegen Patenten und Copyright. Sauron und Vader feuerten sie zu Beginn noch an, aber bald wurde es ihnen zu langweilig und Sauron lud Vader auf eine Tasse orkisches Gebräu ein und sie quatschten ein bisschen über die dunkle Seite. Eigentlich war der Typ gar nicht mal so unsympathisch wie er schien, dachte Sauron. Vader dachte das gleiche von Sauron und schließlich, während die Väter sich immer noch duellierten, versöhnten sich Sauron und Vader und der dunkle Lord der Sith bekam von dem dunklen Lord Mittelerdes einen schönen neuen schwarzen Umhang aus Saurons neuster Kollektion geschenkt. Im Gegenzug dazu lud Vader Sauron ein, doch mal seine Volkshochschule zu besuchen und sich in 10 Abendkursen zum Sith ausbilden zu lassen, natürlich auf Vaders Kosten. Dann düste er mit seinem Sternenzerstörer ab, während sich die beiden Väter am Rande des Schicksalsberges immer noch beschimpften und duellierten. Und wenn sie nicht hineingestürzt sind, dann tun sie das noch heute.



KAPITEL 4: DER CLUB DER DUNKLEN LORDS

Vader saß endlich wieder in seinem geliebten Sternenzerstörer und lehnte sich gemütlich zurück. Das Schiff hatte er auf Autopilot gestellt, oder glaubte zumindest, das getan zu haben... Aragorn hatte das Raumschiff nämlich total komisch konfiguriert und alle Einstellungen (auch die des Autopiloten) verändert. Deshalb zeigte der Bildschirm jetzt an "Autopilot aktiviert", doch das stimmte nicht. Diese "Bro'Sith"-Schnulze, die Vader gerade im Walkman hörte, war echt zum einschlafen und ihm fielen langsam die Augen zu. Was für ein Zufall - genau jetzt flog der Sternenzerstörer in ein Asteroidenfeld!

Die galaktischen Felsbrocken knallten gegen das Schiff und Vader wachte blitzartig von den Erschütterungen auf. "Scheiße! Nicht schon wieder!", schrie er rum, denn er sah, dass sein Schiff schon wieder gewaltig an Höhe verlor und auf einen blau-grünen Planeten zuraste. Vader riss an den Geräten und Hebeln herum und konnte gerade noch schlimmeres verhindern. Er riss das Schiff herum und landete genau auf einem Weidenbaum. Vor ihm war ein riesiges Schloss. Auf der Wiese da hinten sah er ein paar Menschenkinder auf Besen herumfliegen. Hä? Was war das? - Vader hatte nicht lange Zeit, darüber nachzudenken, denn schon begann der Baum sich selbstständig zu machen und schlug mit seinen Zweigen die Scheiben des Schiffes ein, krallte sich um den Sternenzerstörer und packte ihn fest! Vader zog mithilfe der Macht seinen Zerstörer aus dieser Klemme heraus, ließ ihn stehen und schaute sich erst mal um.

Er kam an den Eingang des Gebäudes und wurde von einem Gemälde einer fetten Dame angelabert, was das Passwort sei. "Du wirst mich jetzt vorbeilassen!", sagte Vader und hob beschwörerisch die Hand. Die Tür schwang zur Seite. Vader befand sich in einem Raum, wo ein großer Spiegel aufgestellt war. Er blickte hinein, wollte nachsehen, ob er vom orkischen Gebräu Saurons noch Verfärbungen an Zähnen oder Zahnspange hatte, aber er sah nicht nur sich! Er sah wie er und der Typ mit der Scheiß-Frisur (beide in coolen schwarzen Umhängen) gemeinsam den Imperator und Prinz Xizor abschlachteten und die Macht im Imperium übernahmen! Cool! Doch Vader hatte das Prinzip des Spiegels von Dumbledore nicht gecheckt. Er zeigte nämlich immer das, was sich das Herz dessen, der hineinschaut, am meisten wünscht!

Vader wollte unbedingt in das Innere des Spiegels gelangen und versetzte sich mit der Macht dort hinein, nur um festzustellen, dass da nichts weiter war als ein Schild mit der Aufschrift "Hähä! Verarscht!" Vader bekam wieder einen hysterischen Anfall und kiffte zur Beruhigung erst mal ein bisschen UB-Kraut, das er von einem Urenkel mitgehen lassen hatte. Danach ging es ihn schon wieder besser und er wollte wieder aus dem Spiegel heraus. Doch in diesem Moment betrat ein Junge mit schwarzen Haaren, einer Brille und einer Narbe in Form eines Blitzes das Zimmer. Dieser Junge war Harry Potter. Er war ein Waise und wünschte sich nichts mehr als seine von Lord Voldemort ermordeten Eltern einmal zu sehen. Er stellte sich vor den Spiegel und sah ... Vader! "Hallo, ich bin dein Papi!", sagte Vader. Harry freute sich und hüpfte herum. Endlich hatte er mal seinen Vater gesehen! Nur komisch, wieso war der so bescheuert angezogen? Er musste gleich mal zu Dumbledore ins Büro und ihn mit seinen ewigen Fragen über seinen Vater nerven. Harry verschwand und Vader kletterte aus dem Spiegelinneren heraus und holte sein Notizbuch raus. Drei!

Auf dem Gang nach draußen traf Vader eine komische schwarz gekleidete Gestalt. "Wer seid Ihr?", fragte Vader. "Ich bin Lord Voldemort, der dunkle Lord..." Vader verdrehte nur noch resigniert die Augen und sagte: "Ach nee, du auch? Machen wir nen Club auf?" Voldemort antwortete: "Okay, du musst mir helfen, Harry Potter auf die dunkle Seite zu ziehen! Er ist ein mächtiger Zauberer, nur noch nicht richtig ausgebildet. Wenn er sich auf meine Seite stellt, werden wir eine dunkle Herrschaft aufbauen, wie sie die Welt noch nie gesehen hat!" Vader überlegte kurz: "Sag mal, hilfst du mir dann auch mein Söhnchen Luke mit der blöden Frisur auf die dunkle Seite zu ziehen? Ich brauch ihn, um mit ihm zusammen das Imperium zu beherrschen. Er ist ein mächtiger Jedi, nur noch nicht richtig ausgebildet." "Schlag ein!", sagte Voldemort und die beiden dunklen Lords schlossen einen Pakt. Sie gingen in das alte Riddle-Haus und diskutierten ein bisschen über die neusten Methoden, Feinde umzubringen. "Also ich nehm immer den Zauberspruch "Avada Kedavra"", sagte Voldemort, "Dann gibt's grünes Licht und plopp - tot!" Während er das erklärte, demonstrierte er es eindrucksvoll an einer Frau, die gerade am Haus vorbeilief. Vader erklärte seine Erwürg-Methode und demonstrierte sie Voldemort ebenfalls. "Sag mal, hast du auch mal Bock, einen 10-stündigen VHS-Kurs zu machen und dich zum Sith ausbilden zu lassen? Sauron kommt auch. Das ist so'n dunkler Lord aus Mittelerde.", sagte Vader und machte dabei gleich mal wieder Werbung für seine Sith-VHS. Voldemort fand die Idee cool, denn auch er wollte natürlich dazulernen. Auch auf der dunklen Seite lernte man eben nie aus.

Dann machten sich die zwei Kumpels daran, den "Dark Lords-Club" zu gründen. Vorraussetzungen für den Beitritt waren: Man muss immer schwarz gekleidet sein, mindestens schon 1000 Personen grundlos umgebracht haben und ein dunkles Reich aufbauen wollen. Man durfte nicht einfach "normal" leben, sondern als Geist oder Maschine oder sonst was und musste immer andere Leute haben, die das Dreckgeschäft für einen erledigten. Bald bekamen sie eine Bewerbung von Saruman, den sie aber ablehnten, weil er immer weiße Sachen anhatte und leider auch kein Geist o.Ä. war. Sauron produzierte für Vader und Voldemort auch noch 2 Ringe mit der Aufschrift "3 Rings to rule them all", die praktisch die Mitgliedsausweise des Dark Lord- Clubs waren und schickte sie per Eule zu Voldemorts Haus.

Nun waren die 3 dunklen Lords unschlagbar! Zusammen würden sie es den "Guten" mal so richtig zeigen! Doch was sie nicht wussten war: Es gab schon 2 andere Clubs, die gegen sie arbeiten würden! Und zwar hatten Luke, Frodo und Harry Potter einen "Club der verschüchterten Kleinen, die bei ihrem Onkel wohnen, völlig unvorhergesehen in ein Abenteuer hineinstürzen, eigentlich gar nichts können und trotzdem immer gegen die Dark Lords kämpfen müssen" aufgemacht. ObiWan, Yoda, Gandalf, Aragorn und Dumbledore hatten auch einen Club: den "Club der großen mächtigen Beschützer der verschüchterten Kleinen, die dann aber im entscheidenden Moment doch nicht zu Stelle sind um auf ihre Schützlinge aufzupassen ". Diese beiden Clubs würden alles tun, um die Herrschaft der 3 dunklen Lords zu unterbinden!



KAPITEL 5: IM MÄRCHENLAND

"Okay, wir brauchen mehr Mitglieder!", sagte Sauron. "Ja,", stimmte Voldemort zu, "wir müssen uns in anderen Geschichten umsehen, ob es da auch dunkle Lords gibt, die Lust hätten, mit uns gemeinsam ein dunkles Reich aufzubauen!" Vader machte sofort einen "Dienstplan" (( TT ;-P) und teilte die 3 Gründungsmitglieder ein. Er selbst beschloss zuerst einmal in Märchenland zu fliegen. Dort galten immer noch die guten alten Gesetze, wo die Guten noch blond waren und die Bösen schwarz gekleidet. Aber ob es da auch dunkle Lords gab???

Vader setzte zur Landung an und griff mit der Macht nach draußen, um nach dunklen Lords zu suchen. Da schien nichts zu sein, aber Vader spürte etwas anderes... was war das, da lag etwas in der Luft: Ja! Es roch nach Lebkuchen! Da war ein kleines Häuschen aus Lebkuchen gebacken. Der dunkle Lord der Sith näherte sich dem Haus und brach sich ein Stückchen vom Zaun ab, aber dann merkte er auch schon, dass er doch seine Zahnspange anhatte! Mist! Er hatte seit Ewigkeiten nichts Süßes mehr gegessen. Da ertönte aber auch schon eine Stimme: "Knusper knusper Knäuschen, wer knabbert an meinem imperialen Himmelsdömchen?" Die Leute hatten ja heutzutage im Märchenland auch keinen Sinn für Poesie mehr, dachte Vader und wollte weggehen. Da traf ihn von hinten ein Schlag auf den Kopf. Die alte Omma, der das imperiale Himmelsdömchen gehörte, schlug mit ihrer rosa Handtasche auf den Vorstand des Dark Lords Club ein! Schnell flüchtete Vader sich in ein nahegelegenes Haus und schlug die Tür hinter sich zu. Puuuh, jetzt war er sicher vor der alten Kruschdel mit der Handtasche! Er hatte sich nicht getraut, bei ihr den Würgegriff zu benutzen, denn er hatte gehört, dass es in diesem Wald ganz ganz böse Hexen geben sollte, die sogar Leute in den Ofen steckten und grillten. Seine Mami hatte ihm das früher auf Tatooine immer erzählt und er hatte danach nicht mehr schlafen können, weil er so Angst gehabt hatte. Seine Mami hatte dann immer um ihn zu beruhigen seine Nachttischlampe in Form eines Baby-Wookies brennen lassen, bis Klein Annie daumenlutschend eingeschlafen war.

Vader blickte sich um. Eine alte Frau lag im Bett und schien krank zu sein. An der Tür klopfte es. Die alte Omma schlug fast die Tür ein! "Wer knabbert an meinem imperialen Himmelsdömchen!", kreischte sie wie gestört herum. Vader bekam es mit der Angst zu tun - die Tür würde nicht lange standhalten... Da hatte der Lord der Sith eine GENIALE Idee: Er schmiss die kranke Oma kurzerhand aus ihrem Bett, stopfte sie gefesselt und geknebelt in den Schrank, zog sich ihre Klamotten über und legte sich in das Bett.

Die Tür brach mit einem lauten Krachen auf und die alte Hexe stürmte den Laden: "Hände hoch!", schrie sie, doch dann merkte sie, dass nur die kranke alte Frau im Bett lag, murmelte "T'schuldignung!" und zog ab. Die Hexe war nämlich sehr kurzsichtig und hatte deshalb nicht gemerkt, dass die kranke Omi sich plötzlich eine schwarze Atemmaske zugelegt hatte. Vader atmete auf und wollte gerade wieder aus dem Bett steigen, als ein Mädchen mit roter Mütze zur Tür hereinkam. Sie blieb erstaunt stehen und glotzte Vader an: "Wer bist denn du?", sagte sie. "Ich bin deine Großmutter!", säuselte Vader in der höchsten Stimmlage, die er hinbekam. "Aber Großmutter, warum hast du denn so eine komische Maske auf?", fragte Rotkäppchen. "Damit man meine Zahnspange nicht sieht, du saublödes Kind!", sagte Vader genervt, stand aus dem Bett auf und öffnete den Schrank telepatisch. Die echte Großmutter kippte heraus und fiel auf den Boden. Rotkäppchen rannte zu ihr hin und schnitt ihr chirurgisch den Bauch auf, weil sie dachte, ihre Oma hätte den Wolf verschluckt. Jetzt hatten sie die Story schon so oft durchgespielt und immer noch nicht hatte die alte Tusse gecheckt, dass sie gefressen WURDE und nicht andersherum! Mein Gott!

Vader verließ das Haus und griff mit der Macht ins Märchenland um nach Mitgliedern für den Club zu suchen.


Ende von Teil 1

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