Ghosts of The Family -

Geister der Vergangenheit




Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





 

 

 

„Biggs, Porkins, Corran, meine Eltern – ich habe nie ihre Leichen gesehen. Vielleicht liegt es zum Teil an der Geschichte deines Vaters, und natürlich an meiner Sturheit, aber manchmal rechne ich damit, dass sie im nächsten Moment in mein Büro spaziert kommen.“

„Oder du siehst sie in einer Menschenmenge. Gerade noch so aus dem Augenwinkel.“

(Wedge Antilles & Mirax Terrik – X-Wing: Die teuflische Falle)

 

 

 

 

 

 

 

 

Wedge Antilles saß allein draußen vor einem der vielen Kaffees von Coruscant und nahm seine Umgebung kaum wahr. Der Kaf, der vor ihm stand, war bereits kalt, aber trotzdem trank er gedankenverloren davon.

Erst als sich Wes Janson zu ihm gesellte, wachte er wieder aus seinen Gedanken auf.

 

„10 Credits für deine Gedanken“, meinte Wes ernst und winkte die Kellnerin zu sich. „Oder bist du bereits so alt, dass du mitten am Tag ein Schläfchen halten musst?“

 

Wedge grinste halb und stützte sich auf dem Tisch ab. „Ich habe nur etwas über mein Leben nachgedacht.“

 

„Ah“, sagte Wes nur und dankte der Kellnerin für den Kaf, den sie ihm gerade brachte. „Setz dich doch einfach wieder in den Simulator und knall ein paar TIEs ab.“

 

„Um dann wieder einem Ewok zu begegnen?“ Wedge schüttelte den Kopf. „Hat dir etwa das nackt herumlaufen so viel Spaß gemacht, dass du es schon wieder riskierst?“

 

„Den Gespenstern hat es gefallen“, wehrte Wes sich und grinste. „Besonders Shalla schien sehr beeindruckt zu sein.“

 

Doch Wedge hörte ihm gar nicht mehr zu. Sein Blick folgte einem älteren Mann, der gerade am Kaffee vorbei ging.

 

„Wedge?“, fragte Wes besorgt.

 

„Entschuldige mich bitte“, sagte Wedge schnell und stand auf. „Ich bin gleich zurück.“

 

Mit schnellen Schritten versuche Wedge im dichten Gedränge den Mann einzuholen, aber für kurze Zeit verlor er ihn aus dem Blickfeld.

Enttäuscht blieb Wedge stehen und wollte sich gerade wieder auf den Rückweg machen, als er den Mann abermals sah. Sofort rannte er los und achtete nicht darauf, wen oder was er dabei anrempelte. Als er nahe genug an dem Mann war, streckte er seine Hand aus und wollte ihn festhalten. Aber in diesem Moment blieb er stehen und drehte sich erstaunt zu Wedge.

 

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte er verdutzt und musterte Wedge.

 

Wedge, der erkannt hatte, dass er sich getäuscht hatte, schüttelte den Kopf. „Ich habe Sie mit Jemandem verwechselt. Es tut mir Leid.“

 

Doch der ältere Mann schüttelte den Kopf. „Das kann doch allen Mal passieren, General Antilles.“

 

Wedge fragte nicht einmal danach, woher der Mann seinen Namen kannte. Als einziger Überlebender der Angriffe auf beide Todessterne, Eroberer von Coruscant und Mitbegründer der gefürchtetsten Kampffliegerstaffel in der Galaxis, war er nun mal bekannt und wurde überall erkannt – wenn auch nicht immer sofort.

Er sah dem Mann noch einige Sekunden nach und zuckte schließlich zusammen, als jemand eine Hand auf seine Schulter legte.

 

„Alles in Ordnung?“

 

Wes war ihm gefolgt. Sein Gesichtsausdruck wirkte beunruhigt.

 

„Ja, alles in Ordnung“, antwortete Wedge. „Ich verfolgte nur einen Geist.“

 

„Ich denke, dass du mal Urlaub brauchst, Wedge“, meinte Wes. „Du bist wahrscheinlich nur überarbeitet.“

 

Doch Wedge schüttelte den Kopf. „Ich denke wohl nur zu lange über die Vergangenheit nach. Du weißt schon: dieses Was-wäre-wenn.“

 

„Zu viele Booster Terrik Geschichten gehört?“

 

Wedge grinste. „Wahrscheinlich.“

 

Langsam wandte sich Wes ab. „Ich habe unsere Getränke bereits bezahlt. Wir können also direkt zum Hauptquartier.“

 

„Dann lass uns mal gehen“, sagte Wedge und folgte seinem langjährigen Kameraden.

Nur noch einmal blickte er über seine Schulter, um dem älteren Mann noch einmal zu sehen, und schüttelte den Kopf. Vielleicht wurde er langsam doch zu alt für diesen Job.

 

Wie Admiral Ackbar es gesagt hatte: „Das Kriegshandwerk ist ein Beruf, aus dem man sich gar nicht zu jung zurückziehen kann.“

 

Wedge grinste schief. Vielleicht hatte er sogar Recht damit. Fast mein Leben lang habe ich als Pilot gegen das Imperium gekämpft. Vielleicht wird es langsam Zeit, dass ich meinen Mut zusammennehme und mir Gedanken über eine Zukunft mit Iella mache.


 

ENDE