Green light means danger


Disclaimer: Die Figuren aus Star Wars gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor.Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.





Anmerkung der Autorin:

Irgendwie hatte ich diese Idee schon eine ganze Weile, aber aus Zeitmangel konnte ich sie nicht richtig ausarbeiten. Manchmal muss ich dann auch noch arbeiten *lach* Und ganz offensichtlich habe ich mir zu oft "Riddick - Chroniken eines Kriegers" angesehen...




Die rüsselförmige Schnauze des Rodianers zuckte ungehalten und in seinen großen, schwarzen Insektenaugen glitzerte das Missfallen. Auch die Art wie seine dürren Finger nervös am Abzug seines Blasters spielten sprach für sich und Mara musste sich ein amüsiertes Grinsen schwer verkneifen.

Sie lehnte sich in ihrem Stuhl aus Spritzguss-Plastik zurück, die Arme beinahe lässig hinter dem Kopf verschränkt und die Füße auf dem Tisch, und starrte ihr Gegenüber mit undurchdringlicher Miene an. Es bereitete ihr eine beinahe sadistische Freude ihm zuzusehen, wie er versuchte, Herr der Lage zu werden.

Der Rodianer würgte ein paar Worte in der Singsang-Sprache seiner Spezies hervor und gestikulierte heftig mit seinem Blaster in ihre Richtung.

"Er sagt, du sollst die Füße vom Tisch nehmen.", dolmetschte der Attentäter-Droide, der ihr die Mündung eines Repetiergewehrs gegen den Hinterkopf drückte.

"Ich denk' nicht dran."

Wieder spukte der Nichtmensch etwas aus.

"Er sagt, ihm gefällt deine Respektlosigkeit nicht.", kam erneut die holprige Übersetzung des Droiden.

"Ist das in irgendeiner Form mein Problem?" fragte Mara den Droiden ohne sich auch nur einen Millimeter zu bewegen.

Im schummrig beleuchteten Büro flackerte die äußerst schwache Deckenbeleuchtung - und ging aus. Der Rodianer gab ein überraschtes Grunz-quieken von sich und hämmerte mit der freien Hand auf die in den Tisch eingelassene Konsole ein, doch nichts geschah. Nun grinste Mara in die Dunkelheit hinein, streckte sich nach der Macht aus und ließ die Lebensenergie den vorübergehenden Verlust ihres Augenlichtes kompensieren. Sie wusste, was dies bedeutete, im Gegensatz zu ihren beiden Widersachern.

Grünes Licht erfüllt den Raum, begleitet von einem altbekannten Summen. Mara hörte und spürte gleichermaßen, wie der beinahe antike Kampfdroide, der sie vor einer Sekunde noch bedroht hatte, mit einem metallenen Scheppern in seine Einzelteile zerlegt wurde.
Dann fühlte sie plötzlich die kühle Reptilienhaut ihres rodianischen Gegners auf ihrer Haut, als dieser sein Augenlicht wiedergewann und sich hitzig auf Mara stürzen wollte. Der letzte verzweifelte Versuch einer Geiselnahme. Ob er seine Felle davon schwimmen sah?

Er lag bereits halb über ihr, stützte sich auf den Tisch und Armlehnen ihres Stuhls. Immer wieder säuselte er etwas in rodianischem Singsang, doch ohne seinen Dolmetscher-Kampfdroiden war alles Reden ziemlich nutzlos.

Sie sah ihn an, ganz ruhig und gelassen und fragte sich, wann er begreifen würde, dass er selbst in eine Falle getappt war. Seine zittrigen Alienfinger suchten ihren Weg zu Maras Kehle.
Dann hielt er plötzlich inne, doch es war nicht die Erkenntnis, die ihn getroffen hatte, sondern das Gefühl einer pulsierenden grünen Energieklinge an seinem Kinn.

"Finger weg von meiner Frau.", sagte Luke Skywalker mir der ruhigsten und gleichzeitig bedrohlichsten Stimme, zu der er fähig war.

Offensichtlich wollte er sich nicht auf Diskussionen mit dem Jedi-Meister einlassen, denn nach nur einem Moment des Zögerns glitt er von Mara hinunter, wie ein großer Klumpen Hutt-Schleim.

"Alles in Ordnung?" fragte Luke ohne den Blick von dem Rodianer zu wenden.

"Ja.", sagte Mara und tat so, als würde sie sich den Staub von der Kleidung klopfen. "Warum hat das so verflucht lange gedauert?"

"Tut mir leid, Schatz.", erwiderte Luke mit dem Anflug eines jungenhaften Lächelns. "Ich bin leider auf unerwarteten Widerstand gestoßen. Können wir?"

"Nichts lieber als das."

Langsam und so grazil wie immer, erhob Mara sich aus dem Stuhl und warf dem Rodianer zu ihren Füßen einen letzten, prüfenden Blick zu. Sie wusste, er würde es erst wieder wagen sich zu bewegen, wenn das grüne Licht von Lukes Laserschwert erloschen und ihre Schritte im Korridor verklungen waren und sie fand es gut so. Allerdings war sie ein bisschen enttäuscht, dass es so schnell gegangen war. Es war einfach zu einfach gewesen.

Luke beobachtete seine Frau, wie sie sich leicht vornüber beugte und in die großen Augen des Rodianers schaute, ein kühles Lächeln auf den Lippen.

"Ernsthaft, dachtet ihr, ihr würdet damit durchkommen?" fragte sie. Sie konnte sich die Bemerkung einfach nicht verkneifen. "Habt ihr wirklich gedacht, ihr wärt vor uns gefeit? Zehn Schmuggler gegen zwei Jedi? Eine verdammte Beleidigung!"



ENDE